New York: Menschen kühlen sich an einem Brunnen. Die Temperatur in der Stadt stieg zuletzt auf über 35 Grad Celsius. | Bildquelle: dpa

Neue Hitzewelle erwartet Das große Schwitzen geht weiter

Stand: 22.07.2019 15:27 Uhr

Deutschland bereitet sich auf die nächste Hitzewelle vor. Empfindliche Menschen sollten sich bei bis zu 40 Grad schützen. In den USA gab es neue Hitzerekorde - und einen Stromausfall durch Klimaanlagen.

Deutschland steht vor der nächsten Hitzewelle. Der Deutsche Wetterdienst erwartet ab morgen Höchstwerte von 32 bis 40 Grad. Vor allem im Südwesten könnte es stellenweise sogar noch heißer werden. Je nach Region wird es damit innerhalb eines Monats schon zum dritten Mal mehrere Tage am Stück deutlich heißer als gewöhnlich.

Für morgen sagen die Meteorologen bis zu 36 Grad voraus, am Mittwoch können es dann je nach Region bis zu 39 Grad sein, am Donnerstag sogar 40 Grad. An den Küsten dürfte es nicht ganz so heiß werden. Die erste Hitzewelle des Sommers gab es Ende Juni - gemessen wurden in der Spitze fast 39 Grad. Deshalb war der Juni auch in Deutschland der wärmste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor rund 140 Jahren.

Wetteraussichten | Bildquelle: wetter.tagesschau.de
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Am Donnerstag dürfte die Hitzewelle ihren Höhepunkt erreichen.

Ungewöhnlich heiß

Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif spricht von ungewöhnlich häufigen Hitzewellen. "Die Zahl ist inzwischen sehr hoch", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Sie habe sich seit 1980 verdoppelt und zum Teil sogar verdreifacht - letztlich als Folge des Klimawandels, sagte Latif. Als dramatisch bezeichnete er die Tatsache, dass auch die Arktis immer wärmer werde.

Ganz Europa schwitzt

Nicht nur Deutschland muss mit hohen Temperaturen rechnen, die Hitze soll sich morgen über weite Teile Europas ausbreiten. Der französische Wetterdienst erwartet im Südwesten des Landes um die 40 Grad. Dort machen Dürre und Waldbrände den Menschen bereits zu schaffen. Auch im Zentrum von Portugal soll es heiß bleiben. Die Temperaturen erschwert dort auch das Löschen der Waldbrände.

Vor allem Älteren, Kindern und Menschen mit Herzkreislauferkrankungen machen diese hohen Temperaturen zu schaffen. Experten raten dazu, über den Tag verteilt etwa zweieinhalb bis drei Liter zu trinken. Längere körperliche Anstrengungen sollten möglichst nicht in den Mittags- und Nachmittagsstunden stattfinden. Außerdem kann es helfen, Hände, Nacken und Gesicht hin und wieder mit kaltem Wasser zu erfrischen.

Hitzerekorde in den USA

Auch in den USA war es am Wochenende drückend heiß - vom Mittleren Westen bis zur Atlantikküste. Dabei wurden auch neue Hitzerekorde aufgestellt, etwa in Atlantic City und am New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen. Viele Messstationen verzeichneten Temperaturen von mehr als 43 Grad Celsius. Heute soll es in den USA abkühlen.

Hitzerekord in den USA (unkommentiert)
22.07.2019

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Nofallpläne und Stromausfälle

Medienberichten zufolge kamen in den USA am Wochenende infolge der Hitze mindestens sechs Menschen ums Leben. In der Hauptstadt Washington ließ die Stadtverwaltung per Notfallplan Schwimmbäder und Parks mit Brunnen länger öffnen. New York richtete 500 öffentlich zugängliche klimatisierte Räume ein. Eine Laufveranstaltung wurde abgesagt.

Wegen der Hitze und der zahlreichen Klimaanlagen fiel in New York großflächig der Strom aus. Davor hatten Experten gewarnt. Rund 50.000 Haushalte im Stadtteil Brooklyn und in Westchester County im Norden der Stadt waren am Sonntagabend betroffen. Bereits am Wochenende hatten rund 70.000 Menschen in Manhattan stundenlang keinen Strom.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. Juli 2019 um 11:00 Uhr.

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