Impfzentrum in den Messehallen von Husum | Bildquelle: dpa

Corona-Schutzimpfung So vergeben die Bundesländer Termine

Stand: 30.12.2020 10:33 Uhr

In den meisten Bundesländern wird zunächst in Pflegeheimen und Kliniken geimpft. Doch die Vorbereitungen auf den Impfstart für weitere Risikogruppen laufen auf Hochtouren. Wann und wie die Terminvergabe beginnt - ein Überblick.

Seit dem offiziellen Impfstart am vergangenen Sonntag sind bundesweit mobile Teams unterwegs, um die Patienten und das Personal in Pflegeheimen und Krankenhäusern gegen das neuartige Coronavirus zu impfen. Im Januar sollen dann auch die großen Impfzentren öffnen, in denen sich zunächst Menschen immunisieren lassen können, die laut Verordnung der Bundesregierung zur Personengruppe mit "höchster Priorität" zählen. Wer dazu gehört, lesen Sie hier.

Ab wann und auf welchem Weg Termine für Impfungen vereinbart werden können, unterscheidet sich je nach Bundesland. Ein Überblick:

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist eine Anmeldung zur Impfung bereits möglich. Die Landesregierung empfiehlt, im Zweifel zunächst mit dem eigenen Hausarzt darüber zu sprechen, ob man zu einer Risikogruppe zählt, die prioritär geimpft wird. Die Anmeldung zur Impfung erfolgt dann wahlweise über die Telefonnummer 116 117 oder im Internet.

Versuche des SWR zeigten allerdings, dass es derzeit technische Probleme gibt. So waren nicht alle Impfzentren online erreichbar, die Telefonnummer 116117 war zeitweise überlastet. Nach Angaben eines Mitarbeiters kann zudem ein zweiter Impftermin nicht eingetragen werden, weil die Kalender noch nicht so weit planbar seien. Dies soll in etwa einer Woche behoben sein.

Bayern

Wer in Bayern gegen das Coronavirus geimpft werden möchte, muss sich an das zuständige Impfzentrum am eigenen Wohnort wenden. Über eine Postleitzahl-Suche lässt sich die entsprechende Einrichtung und ihre Telefonnummer recherchieren. Alternativ können sich Impfinteressierte an die Telefonnummer 116 117 wenden und werden von dort an das zuständige Impfzentrum weitergeleitet. Eine Online-Buchung ist ebenfalls geplant, soll aber erst im Laufe des Januars folgen. Allgemeine Auskünfte zum Thema Impfen gibt das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter der Telefonnummer 09131- 680 85 101.

Die komplizierte Suche nach einem Impftermin
Tagesthemen 23:25, 29.12.2020, Knodt Cecilia, Magdalena Haupt, SWR

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Berlin

Wer in einem Berliner Pflegeheim lebt, muss sich zunächst um nichts kümmern: Mobile Impfteams kommen direkt in die stationären Einrichtungen. Alle anderen impfberechtigten Einwohner von Berlin werden persönlich von der Senatsverwaltung für Gesundheit per Brief zur Impfung eingeladen. Diese Schreiben sollen laut Senat alle wichtigen Informationen zur freiwilligen Terminbuchung enthalten.

Brandenburg

Anders als in Berlin wird die Einladung zur Impfung in Brandenburg nicht automatisch erfolgen. Stattdessen soll am 4. Januar ein Callcenter der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) seine Arbeit aufnehmen, über das Termine vereinbart werden können. Unter welcher Nummer das Callcenter erreichbar sein wird, ist noch nicht bekannt. Am Telefon soll zunächst die Impfberechtigung der Anrufer abgefragt werden. Mit dem Verfahren will die Brandenburger Landesregierung eventuellen Missbrauch einer Online-Terminvergabe vermeiden. Erst im Laufe des kommenden Jahres wolle man auch Online-Buchungen ermöglichen.

Bremen

In Bremen werden Impfberechtigte zunächst per Post informiert und können sich dann mit einem Zugangscode im Internet anmelden. Bislang betrifft das aber nur Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen. Die Impfanmeldung für andere Personengruppen befindet sich noch im Aufbau.

Hamburg

In Hamburg ist derzeit noch keine Terminbuchung möglich. "Wahrscheinlich in der ersten Januarwoche werden wir alle Menschen anschreiben und darauf hinweisen, wo man sich anmelden kann", sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Montag im NDR. Für Impfberechtigte werde es eine zentrale Telefonnummer geben, außerdem werde man sich auch online anmelden können.

Hessen

In Hessen ist bislang noch keine Anmeldung zur Impfung möglich. Die Landesregierung will aber rechtzeitig darüber informieren, auf welchem Weg Impfberechtigte einen Termin vereinbaren können. Bei allgemeinen Fragen zum Thema Corona-Pandemie steht das Service-Personal der Landesregierung unter der Telefonnummer 0800- 555 46 66 zur Verfügung.

Mecklenburg-Vorpommern

Impfberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern sollen ab Anfang Januar von den Behörden direkt angeschrieben werden. Wer eine Einladung erhalten hat, kann mit dem zuständigen Impfzentrum einen Termin vereinbaren. Die entsprechenden Kontaktdaten werden in Kürze veröffentlicht.

Niedersachsen

In Niedersachsen ist derzeit noch keine Terminvergabe möglich. Die 50 Impfzentren werden erst im Laufe des Januars ihren Betrieb aufnehmen. Die Landesregierung bittet noch um Geduld und kündigt an, den Start der Terminvergabe und eine entspreche Hotline-Nummer rechtzeitig bekanntzugeben.

Nordrhein-Westfalen

Bislang sind in Nordrhein-Westfalen nur mobile Impfteams unterwegs, die vor allem Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen immunisieren. Für alle anderen ist noch keine Anmeldung zur Impfung möglich. Wenn es soweit ist, sollen Terminvergaben wahlweise im Internet, in einer App oder telefonisch möglich sein.

Saarland

Im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern ist im Saarland bereits eine Anmeldung zur Impfung möglich. Diese kann im Internet oder unter den Telefonnummern 0681- 501 44 22 und 0800- 999 15 99 erfolgen.

Sachsen

In Sachsen soll die Terminvergabe sowohl über eine zentrale Hotline als auch im Internet erfolgen. Wann genau es losgeht, ist noch nicht bekannt gegeben worden. Die telefonischen Kontaktdaten sollen aber rechtzeitig veröffentlicht werden. Die Termine zur Impfung werden je nach Verfügbarkeit zunächst an Menschen vergeben, die laut Bundesregierung Priorität genießen.

Sachsen-Anhalt

Nach Angaben des Sozialministeriums von Sachsen-Anhalt sind die Impfzentren in allen Landkreisen und kreisfreien Städten startklar. Allerdings sind derzeit noch keine Terminbuchungen möglich. Zunächst werden die verfügbaren Impfdosen in Alten- und Pflegeheimen verabreicht.  

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist eine Terminvergabe für die Impfung wahlweise über die Telefonnummer 116 117 oder im Internet unter www.impfen-sh.de möglich. Allerdings sind derzeit alle Termine ausgebucht, neue Termine werden nach Angaben der Landesregierung ab dem 5. Januar verfügbar sein.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz sind bislang keine Anmeldungen zur Impfung möglich. Die Terminvergabe beginnt am 4. Januar. Impfberechtigte können sich dann an die Telefonnummer 0800- 575 81 00 wenden oder im Internet einen Termin vereinbaren.

Thüringen

In Thüringen soll die Terminvergabe am 30. Dezember um 8 Uhr morgens beginnen. Es besteht dann die Möglichkeit, sich im Internet unter www.impfen-thueringen.de anzumelden. Außerdem können Termine ab dem 4. Januar auch telefonisch unter 03643- 495 04 90 vereinbart werden. Dieses Angebot soll sich zunächst ausschließlich an Thüringerinnen und Thüringer richten, die laut der Impfverordnung der Bundesrgierung zur Personengruppe zählen, deren Impfung höchste Priorität hat. Danach folgen in den nächsten Wochen schrittweise die Gruppen mit hoher und erhöhter Priorität.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 29. Dezember 2020 um 23:25 Uhr.

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