Der Terrorverdächtige (unter einer Decke) auf dem Weg zum Ermittlungsrichter. | Bildquelle: dpa

Nach Festnahme in Berlin Terrorverdächtiger kommt in U-Haft

Stand: 06.03.2019 10:47 Uhr

Der 31-jährige mutmaßliche Islamist, der gestern in Berlin festgenommen wurde, kommt in Untersuchungshaft. Der Mann soll einen Anschlag in Deutschland geplant und 2016 Sprengstoff in seiner Wohnung gelagert haben.

Der in Berlin wegen Terrorverdachts festgenommene mutmaßliche Islamist kommt in Untersuchungshaft. Das ordnete der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe an, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte.

Der 31-jährige russische Staatsbürger steht im Verdacht, einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben. Nach Angaben der Ermittler soll er dieselbe Moschee in Berlin besucht haben, in der auch Anis Amri verkehrte - der Attentäter vom Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Er soll außerdem Verbindungen zu dem mutmaßlichen Islamisten Clement B. aus Frankreich gehabt haben, der im April vergangenen Jahres kurz vor der französischen Präsidentschaftswahl in Marseille wegen möglicher Anschlagspläne festgenommen wurde.

Sprengstoff in der Wohnung gelagert

Der nun in Berlin Festgenommene sei dringend verdächtig, "gemeinschaftlich handelnd mit dem in Frankreich Inhaftierten eine schwere staatsgefährdende Gewalttat sowie ein Explosionsverbrechen vorbereitet zu haben", hieß es in einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft.

Den Angaben zufolge hatte der 31-Jährige am 26. Oktober 2016 in seiner Wohnung in Berlin eine erhebliche Menge des gefährlichen Sprengstoffs TATP gelagert. Damit habe ein Sprengsatz gebaut und an einem unbekannten Ort in Deutschland gezündet werden sollen. Die Anschlagsvorbereitungen seien aber durch die Polizei gestört worden. Beide Männer trennten sich damals.

An der Festnahme des Terrorverdächtigen am Mittwoch waren Beamte des Bundeskriminalamts, der GSG 9 und des Landeskriminalamts beteiligt.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 23. August 2018 um 14:43 Uhr.

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