Zwei Kinder spielen Fußball | Bildquelle: NARENDRA SHRESTHA/EPA-EFE/REX

Lage von Kindern weltweit Besser, aber noch längst nicht gut genug

Stand: 28.05.2019 22:15 Uhr

Der Organisation "Save the Children" zufolge hat sich die Lage für Kinder in den vergangenen 20 Jahren weltweit verbessert. Trotzdem hat im Schnitt immer noch jedes vierte Kind keine echte Kindheit.

In vielen Teilen der Welt hat sich die Situation für Kinder in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten erheblich verbessert. Das geht aus dem neuesten "Childhood Index" der Organisation "Save the Children" hervor. "Kinder, die heute geboren werden, haben so gute Chancen wie nie zuvor, gesund, gebildet und geschützt aufzuwachsen und ihr Potenzial voll zu entfalten", heißt es in dem Bericht.

Noch im Jahr 2000 litten danach weltweit 970 Millionen Kinder unter Gewalt, schlechter Gesundheitsversorgung, Mangel- oder Fehlernährung, Kinderarbeit oder verfrühten Schwangerschaften. Nun stehe diese Zahl bei 690 Millionen - ein Rückgang um 280 Millionen. Und dennoch dürfe sich die Weltgemeinschaft damit nicht zufrieden geben, mahnt die Organisation.

"Ein Recht auf Kindheit"

"Jedes Kind hat das Recht auf eine Kindheit", betont die Vorsitzende von "Save the Children" Deutschland, Susanna Krüger. Doch dieses Recht bleibe im Schnitt noch immer jedem vierten Kind verwehrt. Besonders schwer haben es Kinder danach in Niger, im Tschad und der Zentralafrikanischen Republik.

"Regierungen dürfen nicht tatenlos zusehen, wenn Kinder arbeiten müssen, durch behandelbare Krankheiten wie Lungenentzündung sterben oder Mädchen schwanger werden", so Krüger. Gegen den Trend habe die Zahl der Kinder, die von Vertreibung betroffen sind, drastisch zugenommen - um 80 Prozent. Grund hierfür sind laut "Save the Children" die vielen Konfliktzonen auf der Welt.

Die besten Voraussetzungen für Kinder gibt es in Singapur. Hier wachsen sie am besten geschützt auf. Deutschland liegt in der Rangliste auf Platz sechs hinter Schweden, Finnland, Norwegen und Slowenien.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. Mai 2019 um 23:00 Uhr.

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