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Minister zu Klagen der Ärzte Verständnis ja, aber...

Stand: 23.01.2020 23:08 Uhr

Ist der Stress, dem viele Klinikärzte ausgesetzt sind, zumutbar? Gesundheitsminister Spahn äußert Verständnis für die Klagen der Mediziner. Und was ist mit konkreten Verbesserungen? Im tagesthemen-Interview bleibt Spahn da vage.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Verständnis für die Klagen von Klinikärzten über hohe Arbeitsbelastung geäußert. Es sei wichtig, sich auch um die Gesundheit derer zu kümmern, die sich 365 Tage im Jahr um die Gesundheit anderer kümmerten. Das sei auch "eine Frage der Patientensicherheit", so Spahn in einem tagesthemen-Interview.

Die Bundesregierung werde weiter daran arbeiten, "Strukturen zu schaffen", in denen Ärzte und Pflegekräfte ausreichend Zeit hätten, sagte Spahn, fügte aber an: Auch die Arbeitgeber - also die Kliniken - seien gefordert, ihre Dienstpläne so zu gestalten, dass in einem solchen 365-Tage-Betrieb die unterschiedlichen Interessen berücksichtigt würden. "Ich habe manchmal den Eindruck, die Arbeitgeber im Gesundheitswesen planen noch so wie in den 90er-Jahren - und das geht halt im Jahr 2020 nicht mehr."

Gesundheitsminister Spahn im Interview
tagesthemen 22:15 Uhr, 23.01.2020

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Viele Ärzte fühlen sich laut Umfrage überfordert

Laut einer Online-Befragung der Ärztegewerkschaft Marburger Bund fühlen sich viele Ärzte im Arbeitsalltag häufig überlastet. Jeder Zehnte geht demnach sogar ständig über seine Grenzen hinaus.

Die - nicht repräsentative - Umfrage zeigt laut Marburger Bund zudem einen starken Anstieg des täglichen Zeitaufwands der Klinikärzte für Datenerfassung, Dokumentation und organisatorische Tätigkeiten.

"Richtige Balance wichtig"

Auf die Frage, ob es nicht nötig wäre Gesetze zu entrümpeln, um die Bürokratie in Krankenhäusern zu verringern, verweist Spahn auf die Chancen einer digitalen Dokumentation - eventuell auch per Sprachsoftware. So könne verhindert werden, dass Dinge nicht mehrfach dokumentiert werden müssten.

Ganz ohne Dokumentation gehe es aber auch nicht - gerade auch mit Blick auf die Patientensicherheit. Wichtig sei hier die richtige Balance.

Marburger Bund kritisiert zunehmende Arbeitsbelastung von Klinikärzten
tagesthemen 22:15 Uhr, 23.01.2020, Antje Schmidt, NDR

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Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen

"Die Arbeitsbedingungen in den Kliniken müssen sich grundlegend verbessern", sagte die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna. Nur dann könnten Patienten so versorgt werden, wie es ärztlichen Vorstellungen entspreche. "Wer auf Dauer an seinen eigenen Ansprüchen scheitert und keine Zeit hat für Gespräche mit Patienten, für kollegialen Austausch und nach der Arbeit für Familie und Freunde, fängt irgendwann an, die eigene Tätigkeit in Frage zu stellen."

Für die Befragung hat der Marburger Bund nach eigenen Angaben 26.574 Ärzte an Krankenhäusern per Mail angeschrieben. Knapp ein Viertel von ihnen hat den Fragebogen beantwortet.

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