Ein Wählerin wirft ihren Stimmzettel zur Kommunalwahl in Sachsen in die Wahlurne. | Bildquelle: dpa

Urnengang in zehn Ländern Hohe Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen

Stand: 26.05.2019 19:17 Uhr

In zehn Bundesländern haben neben der Europawahl auch Kommunalwahlen stattgefunden. Sie gelten als wichtiger Stimmungstest. Die Wahlbeteiligung war auch hier hoch.

In zehn Bundesländern waren die Bürger dazu aufgerufen, neben dem Europaparlament auch Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage oder Bürgermeister zu wählen.

Die Kommunalwahlen gelten als wichtiger Stimmungsmesser. In Sachsen, Brandenburg und Thüringen könnte die Wahl Hinweise vor den Landtagswahlen im Spätsommer und Herbst geben. Im sächsischen Görlitz könnte erstmals ein AfD-Kandidat zum Bürgermeister gewählt werden. Außerdem geht es um die Frage, ob die SPD auch in der Fläche an Stimmen verliert.

Wähler sitzen während der Stimmabgabe zu den Europa- und Kommunalwahlen in Sachsen mit ihren Stimmzetteln in der Wahlkabine. | Bildquelle: dpa
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Kommunalwahlen in Sachsen: In zahlreichen Bundesländern wurden nicht nur die EU-Abgeordneten gewählt.

Hohe Wahlbeteiligung auch bei Kommunalwahlen

Seit 18 Uhr sind nun die Wahllokale geschlossen. Wie auch bei der Europawahl deutet sich eine hohe Wahlbeteiligung an.

In Hamburg hatten am Nachmittag bereits 48,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben - inklusive Briefwahl. Vor fünf Jahren lag dieser Wert noch bei 38,9 Prozent. Schon 2014 hatte die SPD bei der Bezirkswahl starke Verluste hinnehmen müssen. Bislang ist sie dennoch in allen sieben Bezirken stärkste Kraft.

In Sachsen-Anhalt sehen die Werte ähnlich aus. Um 16 Uhr hatten bereits 42 Prozent der Menschen ihre Stimme abgegeben. Zum Vergleich: 2014 haben insgesamt 43 Prozent der Bürger gewählt. Landeswahlleiterin Christa Dieckmann zeigte sich zuversichtlich, die 50-Prozent-Marke zu knacken.

Auch in Sachsen war die Wahlbeteiligung besonders hoch. In Chemnitz etwa, sollen 50 bis 60 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben. Ein besonderer Fokus liegt hier auf der Stadt Görlitz, in der der Bürgermeister neu bestimmt wird. Der AfD-Landtagsabgeordnete Sebastian Wippel hat hier gute Chancen, die erste Runde der Oberbürgermeisterwahl zu gewinnen. Erste Hochrechnungen werden gegen 20 Uhr erwartet.

Erste Prognosen sehen Erfolg für Grüne

In Baden-Württemberg sind die CDU und die Freien Wähler stark in den Kommunen verankert. Erste Prognosen sehen allerdings nun die Grünen besonders weit vorne. In Mannheim oder Karlsruhe liegen sie auf Platz eins. CDU, Freie Wähler und SPD haben hier an Stimmen eingebüßt. Zudem richten sich die Blicke auf die Landeshauptstadt Stuttgart, die mit Fritz Kuhn einen Oberbürgermeister der Grünen hat. Bei der Gemeinderatswahl 2009 wurden die Grünen stärkste Kraft, 2014 hatte die CDU wieder die Nase vorn. Jetzige Prognosen sehen erneut die Grünen vorne. 29,5 Prozent der Wahlberechtigten haben demnach für sie gestimmt. Für die CDU sind es demnach nur rund 18 Prozent.

Auch in Rheinland-Pfalz haben die Grünen zugelegt. 29,5 Prozent sollen sie den ersten Prognosen zufolge in Mainz erhalten haben. Die CDU erhielt demnach 24,5 Prozent der Stimmen, die SPD 19 Prozent. Die Wahl in Rheinland-Pfalz gilt als Stimmungstest für die Ampel-Koalitionen von SPD, FDP und Grünen im Landtag und in der Landeshauptstadt.

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. Mai 2019 um 20:00 Uhr.

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