Horst Seehofer, Holger Münch und Thomas Haldenwang | Bildquelle: dpa

Ermittler zum Mord an Lübcke "Anschlag richtet sich gegen uns alle"

Stand: 18.06.2019 13:10 Uhr

Bundesinnenminister Seehofer geht beim Lübcke-Mord von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Das lasse die Biografie des mutmaßlichen Täters vermuten. Der Mann war den Verfassungsschutzbehörden seit Jahrzehnten bekannt.

Im Mordfall Lübcke ermitteln die Behörden nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer in alle Richtungen. Die Hintergründe seien noch nicht vollends aufgeklärt, sagte Seehofer in Berlin. Als Tatmotiv könne derzeit nichts ausgeschlossen werden.

Ermittlungen im Mordfall Lübcke
tagesschau 17:00 Uhr, 18.06.2019, Sandra Scheuring, HR

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Man müsse davon ausgehen, dass es sich um einen rechtsextremen Täter und um einen rechtsextremen Hintergrund handele. Das lege die Biografie des Verdächtigen nahe, erklärte der Bundesinnenminister. "Ob er allein gehandelt hat oder Teil eines Netzwerks ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar." Es sei nun die Stunde der Ermittler.

Tatverdächtiger "auf dem Radar des Verfassungsschutzes"

Der 45-jährige Stephan E. sei dem Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) seit Jahrzehnten bekannt gewesen, erklärte BfV-Präsident Thomas Haldenwang. "Er war auf dem Radar des Verfassungsschutzes." Er sei in den vergangenen Jahren nicht mehr so deutlich wie früher als Rechtsextremist in Erscheinung getreten. Der Mann habe eine Art rechtsextremistische Karriere vor allem in den 1980er- und 1990er-Jahren begonnen.

Die Tatwaffe ist nach Angaben von BKA-Präsident Holger Münch bislang noch nicht gefunden worden. Der Verdächtige sei Mitglied in einem Schützenverein, habe aber keine waffenrechtliche Erlaubnis gehabt, sagte Münch.

Rechtsextremismus "Gefahr für unsere Gesellschaft"

Seehofer nannte den Anschlag "abscheulich" und "widerwärtig". "Ein rechtsextremistischer Anschlag auf einen führenden Repräsentanten des Staates ist ein Alarmsignal und richtet sich gegen uns alle." Der Rechtsextremismus sei "eine erhebliche und ernstzunehmende Gefahr für unsere freie Gesellschaft".

Stephan E. sitzt seit Sonntag unter dringendem Tatverdacht in Untersuchungshaft. Er soll Anfang Juni den Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke durch einen Kopfschuss getötet haben. Die Bundesanwaltschaft sieht einen rechtsextremistischen Hintergrund der Tat und hat die Ermittlungen übernommen.

Seehofer verurteilt Mord an Lübcke
Isabel Reifenrath, ARD Berlin
18.06.2019 16:50 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 18. Juni 2019 um 14:00 Uhr.

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