Maske auf Schultisch | Bildquelle: dpa

Start nach Sommerferien Maskenpflicht an immer mehr Schulen

Stand: 03.08.2020 16:30 Uhr

Hamburg und NRW führen nach den Sommerferien eine Maskenpflicht an Schulen ein. In Mecklenburg-Vorpommern läuft der Unterricht bereits - auch dort soll das Tragen der Maske Pflicht sein. Unterstützung kommt vom Bund.

Als erste Bundesländer führen Hamburg und NRW wegen der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht für Schüler, Lehrer und Schulmitarbeiter ein. In Hamburg sind Grundschüler davon allerdings ausgenommen. Die Schüler an weiterführenden Schulen dürfen die Masken während des Unterrichts ablegen. In Nordrhein-Westfalen sind die Regelungen strenger.

Die Schulbehörde in Hamburg begründete ihre Pläne, die Grundschüler von der Regel auszunehmen damit, dass Covid-19 in dieser Altersgruppe sehr selten vorkomme und die Kinder mit den Masken noch nicht fachgerecht umgehen könnten. "Mit unseren Vorgaben geben wir den Schulen klare Regeln für einen sicheren und guten Schul- und Unterrichtsbetrieb", sagte Schulsenator Ties Rabe.

Ties Rabe, Schulsenator Hamburg, zum Schulstart nach den Sommerferien
Morgenmagazin, 03.08.2020

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Weitere Einschränkungen bei steigenden Zahlen angedroht

Seine Behörde habe sich mit Fachleuten abgestimmt und sorgfältig das Recht auf einen umfassenden Gesundheitsschutz gegenüber dem Recht der Schüler auf gute Bildung abgewogen. Neben der Maskenpflicht müssen Schüler und Mitarbeiter laut Behörde an den Schulen grundsätzlich den Mindestabstand einhalten. Ausgenommen sind die Schüler während des Unterrichts in ihrer Klasse.

Dadurch sei das Lernen in der Klassengemeinschaft erstmals wieder möglich, hieß es. Rabe schloss im ARD-Morgenmagazin nicht aus, dass bei einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen der Präsenzunterricht wieder eingeschränkt werden muss.

Maskenpflicht in NRW auch für Grundschüler

Auch Nordrhein-Westfalen startet mit einer Maskenpflicht ins neue Schuljahr. Diese gilt auch für Grundschüler, allerdings nicht während des Unterrichts. Mädchen und Jungen ab der 5. Klasse müssen den Mund-Nase-Schutz auch während des Unterrichts tragen, erklärte das NRW-Schulministerium. Diese Regel gelte vorerst bis 31. August. Die Sommerferien enden in NRW am 11. August.

Ziel sei es, dass alle Jahrgänge vollständig in Präsenz unterrichtet würden, so das Ministerium. Kontakte müssten im Fall einer Corona-Infektion rückverfolgbar sein. Bis zu den Herbstferien könnten sich Schulmitarbeiter kostenlos und freiwillig im 14-Tage-Rhythmus testen lassen. Bund, Land und Kommunen stellten zudem Geld bereit, um Lehrer und bedürftige Schüler mit digitalen Geräten auszustatten. Sollte es zu Ansteckungen an einer Schule kommen, finde verpflichtender Unterricht auf Distanz statt, hieß es.

Bundesregierung begrüßt die Pläne

Die Bundesregierung unterstützt die Entscheidung. "Eine solche Maskenpflicht klingt nach einer vernünftigen Überlegung", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Dies müsse aber eingebettet sein in ein Gesamtkonzept, und dafür liege die Zuständigkeit bei den Ländern.

Der Wiedereinstieg in den Schulregelbetrieb sei vor dem Hintergrund gestiegener Infektionszahlen "eine anspruchsvolle Aufgabe". Die Bundesregierung gehe davon aus, dass die Länder ihrer Verantwortung nachkämen und in ihrer Zuständigkeit notwendige und geeignete Konzepte vorlegen und die Schulen bei deren Umsetzung unterstützten.

Mecklenburg-Vorpommern unterrichtet bereits

Als erstes Bundesland startete Mecklenburg-Vorpommern heute ins neue Schuljahr. Auch dort soll künftig eine Maskenpflicht gelten - allerdings nur außerhalb des Unterrichts. Bildungsministerin Bettina Martin sagte im RBB, sie wolle dem Kabinett am Dienstag einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Bislang müssen Lehrer und Schüler keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Mecklenburg-Vorpommern habe immer noch die geringsten Infektionszahlen und so solle es auch bleiben. "Ich halte es für gut, wenn wir da auf Nummer sicher gehen."

Als zweites Bundesland beginnt Hamburg am Donnerstag wieder mit dem Unterricht nach den Sommerferien - Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen folgen in der kommenden Woche. Mehrere Bundesländer wie Berlin, Bayern und Baden-Württemberg hatten bereits angekündigt, eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen. Sie soll jedoch nicht im Unterricht gelten. Auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hatte sich für eine Maskenpflicht in Schulgebäuden ausgesprochen.

Kritik vom Bundeselternrat

Kritik an der Rückkehr zum Regelbetrieb in den Schulen kam erneut vom Bundeselternrat. Sein Vorsitzender Stephan Wassmuth sagte im Deutschlandfunk, bei aller Freude der Eltern über den Schulstart habe man auch großes Bauchweh. Lehrpläne hätten entschlackt und mehr Ausweichräume gesucht werden müssen. Auch fehlten vielerorts noch digitale Endgeräte, so Wassmuth.

Auch die Bundesschülerkonferenz kritisierte die Maskenpflicht im Unterricht scharf. Diese sei "angesichts der aktuellen Temperaturen eine Zumutung", erklärten die Schülervertreter. Vielerorts fehle eine Klimatisierung oder sei mangelhaft, zudem ließen sich Fenster in vielen Räumen nicht öffnen.

Über dieses Thema berichtete am 03. August 2020 das Erste um 07:39 Uhr im ARD-Morgenmagazin und die tagesschau um 12:00 Uhr und 14:00 Uhr.

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