Ranking des US-Magazins Forbes Merkel bleibt die Mächtigste

Stand: 28.05.2014 17:33 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel bleibt die mächtigste Frau der Welt - zumindest für "Forbes". Das US-Wirtschaftsmagazin setzte die Deutsche zum vierten Mal in Folge auf Platz eins ihrer Liste der "100 mächtigsten Frauen der Erde".

Auf den weiteren Plätzen folgen US-Notenbankchefin Janet Yellen, Wohltäterin Melinda Gates und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff. Seit Merkel 2006 zum ersten Mal in die Liste aufgenommen wurde, und zwar gleich auf Platz eins, hatte sie sich nur einmal, 2010, mit Platz vier begnügen müssen.

Bundeskanzlerin Merkel im Kanzleramt in Berlin.
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Gilt seit Jahre als mächtigste Frau der Welt: Angela Merkel

"Rückgrat und Architektin der Europäischen Union"

Merkel sei "der erste politische Star aus Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung", schreibt "Forbes". Und: "Sie ist zugleich das Rückgrat und einer der Architekten einer Europäischen Union der 28 Mitglieder mit einem Bruttosozialprodukt von 15,8 Billionen Dollar".

Yellen hat es als Senkrechtstarterin auf den zweiten Platz geschafft. Die Begründung von Forbes: Sie sei "die erste Frau an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt". Die 67-Jährige verdrängte die ein Jahr jüngere brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff, die als "eines der mächtigsten Staatsoberhäupter der Erde" diesmal auf Platz vier landete. Dazwischen schob sich Melinda Gates. Die Frau von Microsoft-Gründer Bill Gates habe über die gemeinsame Stiftung allein 2012 etwa 3,4 Milliarden Dollar für Hilfsprojekte gespendet, so "Forbes".

Fed-Chefin Janet Yellen
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Von Null auf Zwei: Fed-Chefin Janet Yellen

Auf Platz fünf kommt die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde. Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton rutschte um einen Platz auf Rang sechs, dahinter kommt die neue General-Motors-Chefin Mary Barra. Auf Platz acht landete Michelle Obama. Neben Merkel schafft es keine weitere Deutsche auf die Liste.

Das Ranking mutet stark subjektiv an, werde aber, behauptet "Forbes", auf Basis objektiver Kriterien erstellt. Als wichtigsten Machtfaktor definiert das US-Magazin Geld - im Falle von Merkel also das Geld, über das sie als Politikerin direkt oder indirekt verfügt. Daneben fließen die Medienpräsenz und der schwer zu greifenden Faktor "Einflusssphäre" in die Wertung ein.

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