Ostermarsch | Bildquelle: dpa

Ostermärsche Tausende demonstrieren für Abrüstung

Stand: 22.04.2019 16:05 Uhr

In vielen deutschen Städten haben über Ostern Aktionen für den Frieden stattgefunden. Die Forderung nach Abrüstung sei für viele Menschen zentral, heißt es vom Netzwerk Friedenskooperative.

Nach Angaben der Friedensbewegung haben über Ostern in rund 100 Städten Aktionen für Frieden, Abrüstung und Gerechtigkeit stattgefunden. "Zentrale Forderungen bei den Ostermärschen waren Abrüstung, eine atomwaffenfreie Welt und der Stopp von Rüstungsexporten", teilte das Netzwerk Friedenskooperative mit.

Die regionalen und lokalen Veranstalter der Ostermärsche würden von einem erkennbaren Zuwachs der Teilnehmerzahlen berichten, heißt es weiter. Auch Parteien, Gewerkschaften und ökologische Bewegungen nähmen vermehrt an den Märschen teil.

Zu den Kundgebungen kamen nach Angaben der Friedenskooperative im Durchschnitt zehn bis 20 Prozent mehr Menschen als in den Vorjahren.

Ostermärsche melden stärkeren Zulauf
tagesschau 20:00 Uhr, 22.04.2019, Jan-Peter Bartels, HR

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Weltlage und gutes Wetter bescheren hohe Teilnehmerzahl

Die Zahl der Teilnehmer habe durch das gute Wetter und die "besorgniserregende politische Weltlage" in diesem Jahr wieder zugenommen. Friedenspolitische Themen würden wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen gerückt, erklärte das Netzwerk. Dazu zähle "vor allem die voranschreitende Aufrüstung Deutschlands, die Gefahr eines nuklearen Wettrüstens in Europa bedingt durch das bevorstehende Aus des INF-Vertrags".

Zentrales Thema der Ostermärsche: Abrüstung und Frieden | Bildquelle: dpa
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Friedenspolitische Themen stehen im Mittelpunkt der Ostermärsche.

Zentrale Forderung: Abrüstung

Die Forderung nach Abrüstung sei für viele Menschen zentral, erklärte Philipp Ingenleuf, Geschäftsführer beim Netzwerk Friedenskooperative: "Sie fürchten, dass Geld nicht in Bereiche wie Rente, Bildung, Pflege oder Klimaschutz investiert werden, sondern in Raketen, Bomben und Panzer. Darum engagieren sich beispielsweise auch wieder mehr Gewerkschaften bei den Ostermärschen".

Auch das Thema Klimawandel sei durch die "Fridays for Future"-Bewegung präsenter als in den Vorjahren und habe neue Menschen zu den Ostermärschen gebracht.

Erster Ostermarsch in der Lüneburger Heide

Ihren Ursprung hatten die Ostermärsche Ende der 1950er Jahre in Großbritannien. Den ersten Ostermarsch in der Bundesrepublik Deutschland gab es 1960 in der Lüneburger Heide. Damals demonstrierten einige hundert Menschen am Truppenübungsplatz Bergen-Hohne gegen die Wiederbewaffnung Westdeutschlands und eine Ausrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen.

Zu den Hochzeiten der Friedensbewegung Ende der 1960er Jahren sowie während der Nachrüstungsdebatte zu Beginn der 1980er Jahre kamen Hunderttausende zu den Kundgebungen. Danach wurde die Ostermarsch-Bewegung schwächer, sie erlebte wegen der Kriege in Jugoslawien und am Persischen Golf aber immer wieder einen zwischenzeitlichen Aufschwung.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. April 2019 um 12:00 Uhr.

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