Mit Fahnen der internationalen Friedensbewegung versammeln sich die Teilnehmer am Rostocker Ostermarsch. | Bildquelle: dpa

Ostermärsche Tausende demonstrieren für den Frieden

Stand: 20.04.2019 16:47 Uhr

Tausende Demonstranten haben sich in mehreren deutschen Großstädten zu Ostermärschen versammelt, um für Frieden und Abrüstung zu demonstrieren. Im Zentrum stand Kritik am Wehretat der Bundesregierung.

Bei mehr als 50 Aktionen bundesweit haben sich Friedensaktivisten und Rüstungsgegner zu Ostermärschen versammelt. Tausende folgten dem Aufruf zu Demonstrationszügen in mehreren deutschen Großstädten.

Allein in Berlin gingen nach Polizeiangaben knapp 1000 Menschen unter dem Motto "Abrüsten statt Aufrüsten - die Welt braucht Frieden statt Kriegsbündnisse" auf die Straße. Im Demonstrationsaufruf hieß es, ein Fünftel des Bundeshaushalts fließe in die Rüstung - zugleich werde Russland zum Feind stilisiert.

Auf Transparenten und Plakaten forderten die Teilnehmer unter anderem den Abzug aller Atomwaffen, einen Austritt Deutschlands aus der NATO und und ein Ende der Bundeswehr-Auslandseinsätze. Die Auftakt- und Abschlusskundgebung faden vor der Volksbühne am Ostberliner Rosa-Luxemburg-Platz statt, der Demonstrationszug führte durch Berlin-Mitte und den Prenzlauer Berg.

Schwert zur Sichel umgeschmiedet

In Leipzig kamen etwa 500 Aktivisten auf dem Augustusplatz zusammen. Dort schmiedeten sie symbolisch ein Schwert in eine Sichel um. Anschließend zogen die Demonstranten bis zum Neuen Rathaus und forderten Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung dazu auf, seiner Verantwortung für den Frieden gerecht zu werden. Die Bundesregierung solle angesichts anderer Probleme von dem Zwei-Prozent-Ziel der NATO abrücken.

Zum Ostermarsch Rhein-Ruhr versammelten sich in Duisburg etwa 150 Menschen, in Köln kamen 200 Menschen zusammen. Die Demonstranten aus beiden Städten wollten anschließend mit dem Zug nach Düsseldorf fahren, um dort an einer Kundgebung mit Demonstrationszug durch die Innenstadt teilzunehmen.

Ostermärsche in über 50 deutschen Städten
tagesschau 16:50 Uhr, 20.04.2019, Eva Frisch, BR

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Abzug der US-Atomwaffen gefordert

In Hannover demonstrierten 300 Friedensbewegte unter dem Motto "Europa: Frieden wagen - für eine gerechte Welt". Dort sprach Sigmar Walbrecht vom Niedersächsischen Flüchtlingsrat über den Zusammenhang von Kriegen und Flucht: Europa dürfe sich nicht gegen Flüchtlinge abschotten und solle Konflikte friedlich lösen.

In Bremen stand vor allem Abrüstung im Vordergrund: Etwa 300 Menschen forderten dort ein weltweites Verbot von Nuklearwaffen und den Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel in Rheinland-Pfalz. Zudem prangerten Redner die hohen Rüstungsausgaben des Bundes an.

Klimaschutz-Aktivistinnen sprechen in München

In München begann der Ostermarsch mit einem ökomenischen Gottesdienst in der evangelischen St. Markus-Kirche. Später versammelten sich die etwa 1000 Teilnehmer zu einer Kundgebung auf dem Marienplatz. Dort ergriffen auch drei Schülerinnen das Wort, die sich für besseren Klimaschutz und mehr Friedensengagement unter jungen Menschen aussprachen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. April 2019 um 16:50 Uhr.

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