Ausflügler laufen an der Uferpromenade von Meersburg entlang, während im Hintergrund ein Passagierschiff auf dem Bodensee vorbei fährt. Baden im Bodensee ist derzeit generell erlaubt.  | Bildquelle: dpa

Corona-Pfingsten Der große Ansturm bleibt aus

Stand: 31.05.2020 18:14 Uhr

Bestes Wetter, gelockerte Corona-Einschränkungen: Doch der befürchtete Massenansturm der Ausflügler und Reisenden an den Pfingsttagen blieb bisher aus - zumindest in den meisten Regionen.

Die Mehrheit der Bevölkerung bleibt offenbar auch nach den Corona-Lockerungen vorsichtig. An Pfingsten wurde zunächst nur vereinzelt reger Andrang in den Berg- und Meerregionen verzeichnet.

Die Bahn sprach von einem entspannten Pfingstverkehr ohne besondere Vorkommnisse. Die Züge in Deutschland waren demnach nicht stark ausgelastet.

Kaum Probleme auf Straßen

Auch auch auf den Straßen gab es keine größeren Probleme. "Es ist ein ziemliches Aufkommen, aber es ist ruhig und flüssig", sagte etwa eine Sprecherin der Autobahnpolizei Ahlhorn an der A1 in Niedersachsen. Und ein Sprecher der Autobahnpolizei Garbsen, zuständig für A2 und A7 im Raum Hannover, bewertete das Verkehrsaufkommen als im Großen und Ganzen normal. Weil das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen nicht gelte, seien allerdings mehr Lastwagen unterwegs. Damit gebe es auch etwas mehr Verkehr.

Ruhig verlief der Pfingstreiseverkehr auch am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main. Hier waren für Sonntag 255 Starts und Landungen mit insgesamt rund 14.600 Passagieren geplant, wie eine Sprecherin der Betreibergesellschaft Fraport mitteilte. Wegen der Reisebeschränkungen hat der größte Airport seinen Betrieb heruntergefahren, eines der beiden Terminals ist gesperrt. Zum Vergleich: An einem durchschnittlichen Tag des Vorjahres gab es rund 1400 Flugbewegungen.

Etwas mehr Betrieb

Während zum Start in die Ferien am Samstag in Bayern kaum Ausflugsverkehr zu verzeichnen war, konnten sich die Betreiber von Gastronomie, Seil- und Bergbahnen sowie von Parkplätzen am Sonntag zumindest etwas mehr freuen - auch wenn bei weiß-blauem Himmel nicht von einem Ansturm die Rede sein konnte. Seit Samstag dürfen Hotels und andere Beherbergungsbetriebe in Bayern wieder touristische Übernachtungen anbieten.

An der Küste sah es unterschiedlich aus. An der Nordseeküste herrschen weiterhin strengere Vorschriften. Für die nordfriesischen Inseln und Halligen der Nordsee sowie für St. Peter-Ording galt über Pfingsten ein Betretungsverbot für Tagesgäste.

In St. Peter Ording wurden an Kontrollstrellen am Wochenende insgesamt rund 320 Autos gestoppt und zurückgeschickt, berichtete die Nachrichtenagentur dpa.

An der Ostseeküste gelten für Tagesgäste über Pfingsten keine speziellen Einschränkungen. So wurden auch auf der Ostseeinsel Rügen in Mecklenburg-Voprommern nach Angaben von dpa mehr Surfer und Spaziergänger beobachtet.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 31. Mai 2020 um 21:30 Uhr.

Darstellung: