Demonstranten fordern die Aufnahme von Flüchtlingen in Berlin | Bildquelle: AFP

Aufnahme von Flüchtlingen Demonstranten fordern humane Asylpolitik

Stand: 20.09.2020 21:53 Uhr

Deutschlandweit haben Tausende Menschen für die sofortige Aufnahme von Geflüchteten aus Griechenland demonstriert. Flüchtlingsorganisationen warfen der Regierung vor, den Migranten den Zugang zum Recht auf Asyl zu verweigern.

In Berlin und anderen deutschen Städten sind Tausende Menschen gegen die europäische Flüchtlingspolitik auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten gegen den Umgang mit den Flüchtlingen in Griechenland und für deren Aufnahme in Deutschland. Allein in Berlin versammelten sich nach Polizeiangaben rund 5000 Demonstranten, auch in Köln und München waren Demonstrationen angemeldet.

Die Proteste fanden unter dem Motto: "Es reicht! Wir haben Platz!" statt. "Es ist beschämend, dass wir ausgerechnet heute am Weltkindertag zusehen müssen, wie Tausende Kinder in Dreck und Elend ausharren", sagte Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl. Er warf EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor, in ihrer Rolle als Hüterin der Europäischen Verträge zu versagen. "Griechenland begeht einen permanenten Rechtsbruch und missachtet elementare Rechte." Tausenden Schutzsuchenden werde eine menschenwürdige Aufnahme und der Zugang zum Recht auf Asyl behördlich verweigert.

Demonstranten fordern Aufnahme von Flüchtlingen
tagesthemen 22:45 Uhr, 20.09.2020

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170 Städte zur Aufnahme bereit

Das Bündnis Seebrücke verwies darauf, dass in Deutschland mehr als 170 Städte und Kommunen bereit seien, sofort Menschen aufzunehmen. Im Land Berlin und in Thüringen gebe es zudem eigene Landesaufnahmeprogramme für die Flüchtlinge. Bremen wolle sich in Kürze anschließen. "Unsere Kommunen, unsere Städte, unsere Landkreise, unsere Kirchengemeinden - unsere Zivilgesellschaft will Menschen aufnehmen", hieß es. All diese Initiativen würden von der Bundesregierung jedoch blockiert, kritisierte das Bündnis Seebrücke.

An den Protesten beteiligten sich auch zahlreiche weitere Initiativen, darunter die Organisationen, Fridays for Future und die evangelische Kirche. Auch in anderen deutschen Städten gingen die Menschen auf die Straße. Rund 1100 Menschen kamen bei Kundgebungen in Oldenburg, Braunschweig und Göttingen zusammen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. September 2020 um 20:00 Uhr.

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