Die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe | Bildquelle: dpa

Verdacht auf kriminelle Vereinigung Bundesweite Razzien bei Rechtsextremen

Stand: 30.07.2019 11:33 Uhr

Die Bundesanwaltschaft erhöht den Druck auf mehrere Rechtsextreme. In vier Bundesländern ließ die Behörde Wohnungen durchsuchen. Die Verdächtigen sollen eine Art "bewaffneten Arm" der Gruppierung "Wolfsbrigade" gebildet haben.

Wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft Wohnungen in vier Bundesländern durchsuchen lassen. Das berichteten mehrere Nachrichtenagenturen.

Die Beschuldigte stünden im Verdacht, im vergangenen Jahr innerhalb der Gruppierung "Wolfsbrigade" die Untergruppierung "Sturmbrigade" als eine Art "bewaffneten Arm" gegründet und ihr angehört zu haben, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Erklärtes Ziel der Gruppierung sei das "Wiedererstarken eines freien Vaterlandes" nach dem "germanischen Sittengesetz". Dafür wollte die Gruppe offenbar auch Gewalt anwenden, hieß es einer Mitteilung zufolge.

Sechs namentlich bekannte Beschuldigte

Auf Grundlage von Beschlüssen des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof wurden den Angaben zufolge die Wohnungen von sechs namentlich bekannten Beschuldigten sowie von vier nicht Tatverdächtigen in Sachsen-Anhalt, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Nach den bisherigen Ermittlungen sei den Beschuldigten eine rechtsextremistische Gesinnung gemein.

Festgenommen worden sei bislang niemand, so die Behörde. Mit den weiteren Ermittlungen sei das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt beauftragt.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 30. Juli 2019 um 11:15 Uhr.

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