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Bericht über Exzesse und Übergriffe Reiter-Verband räumt Probleme ein

Stand: 02.09.2018 00:14 Uhr

Vorwürfe gegen die deutschen Springreiter: Laut einem Medienbericht sollen Athleten Alkoholexzesse veranstaltet haben, es habe sexuelle Übergriffe gegeben. Der Verband räumte Probleme ein, sprach aber von Einzelfällen.

Nach einem Medienbericht über Alkoholexzesse und den Verdacht von sexuellen Übergriffen im Nachwuchsbereich hat die Reiterliche Vereinigung (FN) Probleme eingeräumt.

"Wir haben eine Gruppe von jungen Aktiven, die definitiv hier ein Problem hat", sagte Generalsekretär Soenke Lauterbach. "Wir wollen und werden es nicht zu einem massiven Problem werden lassen", fügte der Funktionär hinzu.

"Verurteilen sexualisierte Gewalt"

"Wir verurteilen sexualisierte Gewalt aufs Schärfste. Aus vollem Herzen können wir sagen, dass wir sexuellen Übergriffen und übermäßigem Alkoholkonsum den Kampf angesagt haben und klar durchgreifen", wurde FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach in einer Mitteilung am späten Freitagabend zitiert. "Nach unserem Kenntnisstand handelt es sich hier um Einzelfälle."

Der "Spiegel" hatte über den Verdacht von Alkoholexzessen und sexuellen Übergriffen von und durch junge Springreiter berichtet. Es ging um Vorfälle am Rande der Europameisterschaft im slowakischen Samorin. Athleten sollen im Rausch ein Hotelbett zerstört haben.

FN: Sperre ausgesprochen

Die Disziplinarkommission sprach nach Angaben der FN eine 18-monatige Wettkampfsperre gegen einen Reiter aus. Er bestreitet die Vorwürfe und legte Widerspruch beim Großen Schiedsgericht des Verbandes ein. Die Sperre ist daher noch nicht rechtskräftig. Die FN schaltete die Staatsanwaltschaft in Münster ein.

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