Corona-Krise in Deutschland Mehr Neuinfektionen als vor einer Woche

Stand: 25.02.2021 07:00 Uhr

Das RKI hat einen Anstieg der Neuinfektionen registriert - um 1662 Fälle auf insgesamt 11.869. Die Öffnungsdebatte nimmt unterdessen immer mehr Formen an: Nach Merkel plädierte auch Scholz für weitere Schritte in Verbindung mit Schnelltests.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11.869 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit stieg die Zahl um 1662 Fälle im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche. Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag mit bundesweit 61,7 höher als am Vortag (59,3).

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 385 weitere Todesfälle verzeichnet. Das ist weniger als vor genau einer Woche: Damals hatte das RKI binnen eines Tages 10.207 Neuinfektionen und 534 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz hatte vor vier Wochen, am 28. Januar, noch bei 98 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Auch Scholz für Öffnungen mit Selbsttests

Angesichts der Fahrt aufnehmenden Öffnungsdebatte forderte Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, eine Aufhebung der Beschränkungen in Verbindung mit Schnelltests anzugehen. "Das Virus und seine Mutationen werden uns noch eine Weile begleiten, fürchte ich. Wir müssen also Wege finden, wie wir es hinbekommen, nicht immer weiter im Lockdown leben zu müssen. Deshalb könnten wir die nächsten Öffnungsschritte mit Schnelltests verbinden", sagt Scholz der Zeitung "Rheinische Post" im Vorfeld der nächsten Bund-Länder-Beratungen am 3. März.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Vortag für diesen Weg plädiert: "Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Scholz sprach sich zudem für eine bessere Organisation der Impfkampagne hierzulande aus. "Die Aufgabe, die da vor uns liegt, ist riesengroß. Innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit müssen wir etwa 60 Millionen Bürgerinnen und Bürger zwei Mal impfen, das ist organisatorisch und logistisch ein Mega-Projekt. Und dafür müssen wir jetzt - Bund, Länder und Kommunen - alle Vorbereitungen treffen, damit das zügig und möglichst reibungslos geschieht. Unsere bisherigen Kapazitäten reichen da schlicht nicht aus", sagte Scholz.

Öffnungen mit Schnelltests flankieren
Kai Küstner, ARD Berlin
25.02.2021 09:53 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Februar 2021 um 07:00 Uhr.

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