Fußgängerzone | Bildquelle: dpa

Coronavirus in Deutschland Mehr als zwei Millionen Infektionen

Stand: 15.01.2021 09:25 Uhr

Das Robert Koch-Institut meldet 22.368 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Damit wurde die Marke von zwei Millionen nachgewiesenen Infektionen seit Pandemiebeginn überschritten. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 146,1.

In Deutschland haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie bereits mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) zuletzt 22.368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI mitteilte. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekannt gewordenen Fälle auf 2.000.958. Das Institut weist aber darauf hin, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt würden.

Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Neuinfektionen wieder angestiegen

Zudem meldet das RKI innerhalb eines Tages 1133 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Todesfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 44.994. Am Donnerstag hatte das RKI mit 1244 Corona-Toten einen neuen Höchstwert bekanntgegeben. Gezählt werden dabei sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstarben, als auch Menschen mit Vorerkrankungen, die mit dem Coronavirus infiziert waren und bei denen sich die genaue Todesursache nicht abschließend nachweisen lässt.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - lag bei 146,1. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch sehr groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 287,6 und Sachsen mit 274,1. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 78,7. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Merkel zieht Krisengipfel vor

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 1,02 (Vortag: ebenfalls 1,02). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 102 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Wegen der hohen Infektionszahlen gilt seit Mitte Dezember in ganz Deutschland ein harter Lockdown, der vorerst bis zum 31. Januar befristet ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel will aber bereits in der kommenden Woche den nächsten Corona-Krisengipfel mit den Länder-Regierungschefs abhalten, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Der Gipfel war ursprünglich erst für den 25. Januar angesetzt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau und Deutschlandfunk in den Nachrichten am 15. Januar 2021 um 09:00 Uhr.

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