Arbeitssuchende stehen vor einer Agentur für Arbeit | Bildquelle: dpa

Erneuter Rückgang Weniger Menschen mit Mindestsicherung

Stand: 25.10.2019 11:57 Uhr

7,2 Millionen Menschen beziehen soziale Mindestsicherung wie Hartz IV oder Sozialhilfe. Die Zahl ist das dritte Jahr in Folge rückläufig. In den neuen Bundesländern ist der Rückgang überdurchschnittlich.

Die Zahl der Empfänger sozialer Mindestsicherung wie Hartz IV und andere Mindestleistungen in Deutschland ist gesunken. Zum Jahresende 2018 waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamts noch rund 7,2 Millionen Empfänger - 5,1 Prozent weniger als Ende 2017. Der Anteil der Leistungsempfänger an der Bevölkerung war demnach das dritte Jahr in Folge rückläufig und fiel von 9,2 Prozent zum Jahresende 2017 auf 8,7 Prozent zum Jahresende 2018.

Unterschiedlicher Rückgang der verschiedenen Leistungen

Zu den Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme gehören unterschiedliche Hilfen: Hartz IV erhielten Ende 2018 knapp 5,6 Millionen Menschen. Die sogenannte Grundsicherung im Alter bekamen rund 1,1 Millionen Menschen, rund 400.000 weitere Menschen bezogen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen, auch Sozialhilfe genannt, bezogen knapp 121.000 Menschen.

Die Zahl der Empfänger nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sank auf 12,2 Prozent. Die Statistiker führen dies zum einen auf eine rückläufige Zahl der Asylanträge zurück, zum anderen auf die hohe Zahl entschiedener Asylverfahren.

Überdurchschnittlich sank laut amtlicher Statistik die Zahl der Empfänger in den neuen Bundesländern zum vorigen Jahr - und zwar um sieben Prozent.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Oktober 2019 um 13:00 Uhr in den Nachrichten.

Darstellung: