Trauer um Schauspieler Thomas Fritsch ist tot

Stand: 21.04.2021 16:59 Uhr

Er zählte zu den beliebtesten deutschen Schauspielern: Thomas Fritsch ist laut Medienberichten im Alter von 77 Jahren gestorben. Bekannt war er unter anderem aus den Serien "Drei sind einer zuviel" und "Rivalen der Rennbahn".

Der Schauspieler Thomas Fritsch ist tot. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Er sei heute im Alter von 77 Jahren "friedlich entschlafen", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus dem näheren Umfeld. Zuvor hatte die Illustrierte "Bunte" unter Berufung auf die Schauspielkollegin und Fritsch-Vertraute Anja Hauptman über den Tod berichtet.

Fritsch stieg in den 1960er-Jahren zu einem der bekanntesten deutschen Schauspieler auf. Er feierte 1962 in "Das schwarz-weiß-rote Himmelbett" einen ersten großen Kino-Erfolg, dem Rollen in "Der letzte Ritt nach Santa Cruz" oder "Onkel Toms Hütte" und "Drei Männer im Schnee" folgten.

Bekannt war er auch aus der ZDF-Serie "Drei sind einer zuviel" mit Jutta Speidel und Herbert Herrmann (1977). Es ging dabei um zwei Männer, die um dieselbe Frau kämpfen. Sechs Auftritte hatte Fritsch allein in dem Krimi-Dauerbrenner "Derrick". Im 1980er-Jahre-Fernsehkult "Rivalen der Rennbahn" spielte er einen Jockey.

Schauspieler Thomas Fritsch (Archivbild) | Bildquelle: dpa
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Er war nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera aktiv: der deutsche Schauspieler Thomas Fritsch.

Auf dem Bildschirm war Fritsch auch danach mit Rollen in Serien wie "Eine wunderbare Familie", "Hallo Robbie", "Unser Charly" oder "Soko 5113" präsent. In der Edgar-Wallace-Satire "Der Wixxer" erlebte er 2004 sein Kino-Comeback in der Rolle des "Earl of Cockwood".

Der Comedian Oliver Kalkofe, der für den Film "Der Wixxer" mit Fritsch zusammengearbeitet hatte, schrieb über den Verstorbenen, er sei "einer der liebevollsten, freundlichsten und wundervollsten Menschen, die ich jemals kennenlernen durfte".

Deutsche Stimme von Russell Crowe in "Gladiator"

Millionen Menschen kennen Fritsch aber nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Synchronsprecher: Er war unter anderem die deutsche Stimme von Hauptdarsteller Russell Crowe in dem Blockbuster "Gladiator" und lieferte in der Streamingserie "Game of Thrones" die deutsche Tonspur von James Faulkner in der Rolle des Randyll Tarly.

Fritsch sprach außerdem die Stimme von Jeremy Irons in "Stirb langsam: Jetzt erst recht" sowie Charles Shaughnessy in der Serie "Die Nanny". Auch Figuren in Animationsfilmen lieh er seine Stimme - darunter Säbelzahntiger Diego aus "Ice Age".

In der millionenfach verkauften Hörspielserie "Die drei ???" war Fritsch 15 Jahre lang bis 2017 der Erzähler. Fritsch sprach als letzte Rolle den Erzähler in dem 2018 erschienenen Kinderfilm "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer".

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. April 2021 um 17:00 Uhr.

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