Silvester in New York. | Bildquelle: AP

Silvester weltweit Hüpfer und Konfettiregen

Stand: 01.01.2020 07:05 Uhr

Mit einem symbolischen Hüpfer sind die Dänen ins neue Jahr gestartet, am Pariser Triumphbogen stieg ein riesiges Pyrotechnik-Spektakel in den Himmel, in London schlug der Big Ben. Einen Konfettiregen gab es in New York.

Mit großem Jubel, Konfettiregen und ausgelassenem Gesang haben rund eine Million Menschen das neue Jahr auf dem New Yorker Times Square begrüßt. Um Mitternacht wurde traditionsgemäß ein leuchtender Kristallball an einem Fahnenmast herabgesenkt, der sogenannte "ball drop". Danach stimmten die Feiernden die Lieder "Auld Lang Syne" und "New York, New York" an. Auf mehreren Bühnen waren zuvor unter anderem der Rapper LL Cool J, die Sängerin Alanis Morissette und die Bands Village People und BTS aufgetreten.

Viele Menschen waren schon am Vormittag zum Times Square mitten in Manhattan gekommen, um sich die besten Plätze bei dem auch live im US-Fernsehen übertragenen Spektakel zu sichern. Alkohol und eigenes Feuerwerk waren dabei wie immer nicht erlaubt.

Das Großereignis auf dem Times Square fand erstmals 1904 statt, als die Zeitung "New York Times" die Eröffnung ihres neuen Verlagshauses an dem zentral gelegenen Platz in Manhattan mit einem Silvester-Feuerwerk feierte. Seitdem ist die Party vor allem bei Touristen sehr beliebt. Im Central Park gab es um Mitternacht den Startschuss für ein großes Feuerwerk und einen traditionellen rund sechs Kilometer langen Silvester-Lauf durch den Park, an dem jedes Jahr Tausende Menschen teilnehmen.

Hunderttausende feiern in New York das neue Jahr. | Bildquelle: AP
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Hunderttausende feiern in New York das neue Jahr.

Knapp 17 Tonnen Feuerwerk an der Copacabana

In Brasilien verfolgten verfolgten Hunderttausende an Rios Stadtstrand Copacabana das Feuerwerk über dem Atlantik. Bei der 14-minütigen Show wurden von zehn Flößen aus 16,9 Tonnen Feuerwerk in den Nachthimmel geschossen. Vor und nach dem Feuerwerk traten auf mehreren Bühnen an der Copacabana Musiker und DJs auf. Auch in anderen Vierteln der Strandmetropole begrüßten die Brasilianer mit Musik und Tanz das Jahr 2020. Rund 15.000 Polizisten waren in Rio de Janeiro im Einsatz. Allein an der Copacabana sollten mehr als 2000 Beamte für Sicherheit sorgen.

Zu den Glockenschlägen von Big Ben und einem gigantischen Feuerwerk am Riesenrad London Eye feierten mehr als 100.000 Menschen in London den Start ins neue Jahr. Der berühmte Uhrturm des Parlaments ist derzeit wegen Restaurierungsarbeiten fast komplett eingerüstet. Der Name Big Ben bezieht sich eigentlich nur auf die große Glocke - wird aber meist für das ganze Bauwerk verwendet - sie schlägt derzeit nur ausnahmsweise.

Thema des diesjährigen Feuerwerks war die Fußballeuropameisterschaft 2020. Gespielt wurde unter anderem die Fußball-Hymne "Football's Coming Home". London ist Austragungsort von sieben Spielen bei dem Turnier, das auf Städte in ganz Europa verteilt ist.

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So feiert die Welt Silvester

Lichtreflexe erleuchten zwei Partygänger.

In Las Vegas wird im Lichtermeer der Stadt gefeiert. | Bildquelle: AP

Pyrotechnik-Spektakel am Pariser Triumphbogen

Mit einem Feuerwerk am Prachtboulevard Champs-Élysées feierte Paris das neue Jahr. Pünktlich um Mitternacht stieg am berühmten Pariser Triumphbogen ein riesiges Pyrotechnik-Spektakel in den Himmel. Die französische Hauptstadt zelebrierte den Countdown für 2020 mit einer riesigen Licht- und Musikshow auf dem Triumphbogen. An das Denkmal wurde kurz vor Mitternacht der Countdown projiziert. "Paris" stand dort in großen Lettern. Zuvor wurden etwa das Panorama von Paris und andere Highlights aus Frankreich gezeigt. Der Jahreswechsel in der französischen Hauptstadt stand wie schon in den Vorjahren unter anderem wegen der anhaltenden Terrorbedrohung unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Auch der anhaltende Streik gegen die Rentenreform trübte die Feierlichkeiten. Die Metros fuhren nur eingeschränkt.

Mit einem symbolischen Hüpfer über die Jahresschwelle starteten die Dänen ins neue Jahr gestartet. Traditionsgemäß stellten sich die Menschen in Deutschlands nördlichstem Nachbarland wenige Momente vor Mitternacht auf einen Stuhl (wahlweise gingen auch Sofas oder Tische), um rechtzeitig zum Jahreswechsel hinunterzuspringen - das soll laut altem dänischen Aberglauben Glück im neuen Jahr bringen. Viele Dänen feiern traditionell zu Hause mit ihren Freunden, andere kamen in der Neujahrsnacht aber auch auf dem Rathausplatz in der Innenstadt von Kopenhagen sowie anderen Plätzen der Stadt zusammen. Über dem Himmel der Hauptstadt war vielerorts Feuerwerk zu sehen.

Auch in Schweden begrüßten die Menschen das neue Jahr. Trotz einer Debatte über den Gebrauch von Feuerwerk erleuchteten Feuerwerkskörper vielerorts den Nachthimmel, darunter auch über Stockholm. Raketen mit Holzstab waren in dem skandinavischen EU-Land diesmal gemäß einer neuen Regelung verboten, wenn man nicht gerade über eine Sonderzulassung und die entsprechende Ausbildung verfügte. Einige Menschen im Süden des Landes, etwa in Skanör, Bromölla und Åhus, schlossen das Jahr mit einem so kalten wie kurzen Bad im Meer oder in einem See ab. Wer entlang der Grenze zu Finnland gleich zweimal Neujahr einläuten wollte, der konnte wegen der Zeitverschiebung erst auf der finnischen Grenzseite aufs Jahr 2020 anstoßen - und dann 60 Minuten später noch einmal bei den Schweden.

Feuerwerk zum neuen Jahr in Auckland und Sydney
tagesschau 14:10 Uhr, 31.12.2019

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Bunte Farben an der Harbour Bridge

Viel früher - schon um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit - hatten die Menschen in Samoas Hauptstadt Apia weltweit als Erste den Jahreswechsel gefeiert. Der Südseestaat liegt wie auch Kiribati gerade westlich der internationalen Datumsgrenze. Eine Stunde später gingen um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Neuseeland die Feuerwerkskörper in die Höhe. In der größten Stadt Auckland strahlte die Harbour Bridge in Farbenwellen. Der Fernsehturm Sky Tower - das mehr als 300 Meter hohe Stadtwahrzeichen - spie wie schon in früheren Jahren Raketen aus seiner Spitze.

Umstritten war dagegen das Feuerwerk im australischen Sydney. Trotz verheerender Buschbrände im Land schossen um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit Feuerwerkskörper aus der Harbour Bridge und ließen den Hafen samt dem bekannten Opernhaus 12 Minuten lang in einem bunten Lichtspektakel erstrahlen. Zur großen Feier mit rund einer Million Besuchern wehten die Fahnen in Gedenken an die Brandopfer auf Halbmast.

Glockenschläge in Japan

In den folgenden Stunden folgten nach und nach die Länder in Asien: In Japan erklangen um 16 Uhr MEZ die Glocken der buddhistischen Tempel 108 Mal. Dies entspricht nach dem buddhistischen Glauben der Zahl der irdischen Wünsche, die ein Mensch überwinden muss, um das Nirwana zu erreichen. Um 17 Uhr folgte der Jahreswechsel auf den Philippinen und in Malaysia, wo ebenfalls Feuerwerke die Himmel erleuchteten.

In der von Unruhen überschatteten chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong allerdings wurde kurz vor dem Jahreswechsel (17 Uhr MEZ) die Absage des geplanten Großfeuerwerks bestätigt. Die Touristenbehörde nannte Sicherheitsgründe wegen erwarteter Protestaktionen.

Um 22 Uhr MEZ begrüßt unter anderem Moskau das neue Jahr. Griechenland und einige osteuropäische Länder sind der mitteleuropäischen Zeit eine Stunde voraus, bevor dann auch in Deutschland die Korken knallen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Januar 2020 um 03:25 Uhr.

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