Ein Mann kühlt sich mit einem Eisbeutel. | Bildquelle: dpa

Sommerwetter Heiße Tage - Tropennächte

Stand: 01.08.2018 13:57 Uhr

Nach Hitzerekorden in den vergangenen Tagen startet auch der August heiß. Selbst nachts fallen die Temperaturen vielerorts nicht unter 20 Grad. Die Schäden sind immens - wie Satellitenbilder zeigen.

Keine Abkühlung in Sicht: Die Sommerhitze hält Deutschland auch an den kommenden Tagen im Griff, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Vor allem im Süden muss demnach mit Höchsttemperaturen von mehr als 35 Grad gerechnet werden. Auch nachts fallen die Temperaturen an vielen Orten nicht unter 20 Grad, was Meteorologen als Tropennächte bezeichnen. Insbesondere in Großstädten, Küstenregionen und Orten in Mittellagen müssen die Menschen auch in der Nacht schwitzen. Vor allem in östlicher gelegenen Städten wie Berlin und Dresden bleiben die Nächte mit mindestens 21 Grad sehr warm.

Abkühlung an einem Brunnen in Frankfurt | Bildquelle: dpa
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Nur das kühle Nass sorgt derzeit für Abkühlung.

Der Donnerstag beginnt tagsüber im Südosten und Osten noch mit kräftigen Gewittern. Das sei aber nur der sprichwörtliche "Tropfen auf dem heißen Stein", sagt DWD-Meteorologe Thomas Ruppert. Die Temperaturen bewegen sich tagsüber zwischen 23 Grad an den Küsten und 36 Grad im Süden.

Angesichts der anhaltenden Dürre fordert der Bauernverband Unterstützung von der Bundesregierung. Die reagiert verhalten.

Vorsicht vor UV-Strahlung

Angesichts der Hitzewelle warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) vor der zunehmenden UV-Strahlung und mahnt Bürger, Schattenplätze aufzusuchen. "Schatten ist nicht nur ein Zufluchtsort vor Hitze, sondern meist auch vor zu viel UV-Strahlung", teilte BfS-Präsidentin Inge Paulini mit. Der Klimawandel verschärfe die Dringlichkeit. Schon im Frühjahr könnten - je nach Wetterlage - "Mini-Ozonlöcher" auftreten, die die UV-Belastung auf "beachtliche" Werte ansteigen ließen.

Braun statt Grün

Wie sehr die Hitze der Natur in und um Berlin zusetzt, ist auch aus dem Weltall zu sehen. Die Bilder von zwei Erdbeobachtungs-Satelliten zeigen landwirtschaftliche Flächen und Grundstücke aus rund 800 Kilometern Höhe. Zu sehen seien die starken Veränderungen im Vergleich von Juli 2017 und Juli 2018, teilte die Europäische Raumfahrtagentur ESA mit. Einige Flächen zeigten Weizenfelder. Doch auf landwirtschaftlich nicht genutzten Flächen dominieren Braun- statt Grüntöne. Die Trockenheit habe der Vegetation auf dem ganzen Kontinent in den letzten Wochen erheblich zugesetzt.

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Satellitenaufnahme Berliner Umland 2017 und 2018

Satellitenaufnahme Umland Berlin
Satellitenaufnahme Umland Berlin

Braun statt grün: Vom Copernicus-Sentinel-2-Satelliten wurden aus 800 Kilometer Höhe Vergleichsbilder der Gegend um Berlin erstellt.

Verändern Sie die Darstellung durch Bewegen des Bildschiebers.

Die Kameras befinden sich an Bord von Copernicus Sentinel-2 Satelliten. Sie haben hochauflösende optische Instrumente zur Überwachung von Vegetationsveränderungen eingebaut.

Metro-Pendler stecken bei Hitze fest

Geduld mussten die Gäste der Pariser Metro beweisen: Eine technische Panne hat am Dienstagabend den Verkehr auf einer stark frequentierten Linie lahmgelegt. Hunderte Pendler und Touristen wurden in Sicherheit gebracht, nachdem der Zugverkehr der Linie 1 praktisch zum Erliegen gekommen war. Passagiere berichteten von chaotischen Szenen bei brütender Hitze und üben scharfe Kritik an der Verkehrsgesellschaft RATP. Mindestens fünf Personen mussten wegen Erschöpfung ärztlich behandelt werden.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 01. August 2018 um 10:00 Uhr.

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