Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner | Bildquelle: dpa

SPD-Vorsitz Einzelkandidat Brunner steigt aus

Stand: 16.09.2019 10:31 Uhr

Nun kandidieren nur noch sieben Duos für den SPD-Vorsitz: Einzelbewerber Brunner hat seine Kandidatur zurückgezogen. Er wolle eine "klarere Wahlentscheidung" ermöglichen - und verriet, wen er favorisiert.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner zieht seine Kandidatur für den SPD-Vorsitz zurück. "Mit diesem Schritt möchte ich eine deutlichere Zuspitzung im Kandidierendenfeld und damit eine klarere Wahlentscheidung ermöglichen", heißt es in einer persönlichen Erklärung des 66-Jährigen aus Bayern.

Er habe auch kandidiert, um bei den Parteimitgliedern zur Versöhnung der Parteiflügel beizutragen. Es sei traurig, wenn in einigen Kreisen "Juso" ein Schimpfwort sei, so wie in anderen Kreisen "Seeheimer", beklagte Brunner mit Blick auf den SPD-Nachwuchs und den konservativen Parteiflügel. "Unsere politischen Gegner sind andere Parteien, nicht die eigenen Leute", betonte der Abgeordnete. Die SPD sei nur dann erfolgreich, wenn sie gemeinsam streite und nicht gegeneinander.

"In den letzten Tagen ist mir immer deutlicher bewusst geworden, dass für eine solche Einigung auch eine Parteispitze mit klarer und breiter Unterstützung erforderlich ist. Ein großes Kandidierendenfeld erschwert eindeutige Wahlergebnisse. Daher mache ich den Weg frei."

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Bewerber für den SPD-Vorsitz

Mehr als ein Dutzend Genossen bewerben sich um den SPD-Parteivorsitz. Darunter einige bekannte - wie Finanzminister Scholz - aber auch weniger bekannte Gesichter.

Olaf Scholz

Bundesfinanzminister Olaf Scholz tritt jetzt doch für die Nachfolge der zurückgetretenen SPD-Chefin Andrea Nahles an - und zwar im Tandem mit der Brandenburger Landtagsabgeordneten Klara Geywitz. | Bildquelle: dpa

Zwei Duos als Favorit

Brunner sagte, thematisch lägen ihm die äußere, innere und soziale Sicherheit am Herzen. Diese Themen wisse er bei den Teams Klara Geywitz und Olaf Scholz sowie Petra Köpping und Boris Pistorius in guten Händen. Brunner betonte: "Ganz gleich, wer am Ende gewinnt - lasst uns hinter diesem Paar stehen und sie bei ihrer schwierigen Aufgabe unterstützen."

Mit Brunners Ausstieg verbleiben sieben Duos aus jeweils einer Frau und einem Mann im Rennen um die Nachfolge der zurückgetretenen Parteivorsitzenden Andrea Nahles. Die Kandidaten stellen sich derzeit auf insgesamt 23 Regionalkonferenzen vor. Die neue SPD-Spitze wird bei einer Mitgliederbefragung im Oktober bestimmt. Das Ergebnis soll am 26. Oktober feststehen.

Karl-Heinz Brunner zieht Kandidatur für SPD-Vorsitz zurück
Barbara Kostolnik, ARD Berlin
16.09.2019 13:19 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 16. September 2019 um 10:15 Uhr.

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