Agrarförderung Einigung bei Verteilung von EU-Geldern

Stand: 12.04.2021 13:17 Uhr

Umwelt- und Landwirtschaftsministerium haben sich nach langem Streit auf die Verteilung der EU-Agrargelder in Deutschland geeinigt: Mehr Geld wird künftig an Umweltauflagen gebunden.

Von Martin Polansky, ARD-Hauptstadtstudio

Die Einigung sieht nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios vor, dass zukünftig die Fördergelder für Landwirte stärker an Umweltauflagen gekoppelt werden. Bisher richten sich die Direktzahlungen vorrangig nach der Fläche, die ein Betrieb beackert.

Ab 2023 soll gelten, dass ein Viertel der Direktzahlungen an Öko-Kriterien gekoppelt wird, wie etwa das Anlegen von Brachen, eine vielfältige Fruchtfolge oder den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel. Zudem soll es mehr Geld für ökologischen Landbau und tierfreundliche Ställe geben. Auch eine Weidetierprämie ist vorgesehen.

Forderungen von Umweltverbänden

Umweltministerin Svenja Schulze von der SPD spricht von einem großen Erfolg. Schritt für Schritt werde nun ein Systemwechsel in der Agrarförderung kommen. Die Agrarminister von Bund und Ländern hatten sich bereits Ende März auf wesentliche Teile des Kompromisses verständigt - nach monatelangen Streitigkeiten.

Umweltverbände hatten gefordert, einen größeren Anteil der Fördermittel an Öko-Auflagen zu binden. Deutschland erhält jährlich gut sechs Milliarden Euro an EU-Agrarförderung. Das Bundeskabinett will den Kompromiss morgen verabschieden. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen.

Einigung auf zukünftige Verteilung der EU-Agrargelder
Martin Polansky, ARD Berlin
12.04.2021 12:44 Uhr

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Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 12. April 2021 um 13:05 Uhr.

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