Junge Menschen auf einer Treppe | Bildquelle: imago images/Sven Simon

Bevölkerungsstatistik Anteil junger Menschen in Deutschland sinkt

Stand: 11.08.2020 13:12 Uhr

In Deutschland gibt es immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene. Der aktuellen Statistik zufolge machen die 15- bis 24-Jährigen nur noch einen Anteil von 10,3 Prozent an der Gesamtbevölkerung aus.

Der Anteil junger Menschen in der Bevölkerung nimmt weiter ab. Ende 2019 gab es insgesamt 8,5 Millionen Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des morgigen Internationalen Tages der Jugend mitteilte.

"Die jungen, ab Mitte der 1990er-Jahre geborenen Menschen machten damit einen Anteil von 10,3 Prozent an der Gesamtbevölkerung aus", so die Statistiker. Demnach lebten bis zum Jahresende 2019 insgesamt 83,2 Millionen Menschen in Deutschland.

Während die Bevölkerung seit 2011 kontinuierlich gewachsen ist, nimmt der Anteil der als "junge Erwachsene" bezeichneten Altersgruppe - mit Ausnahme des Jahres 2015 - seit 2005 stetig ab. In jenem Jahr gab es noch 9,7 Millionen 15- bis 24-Jährige (11,8 Prozent), wie die Statistiker erklärten.

Niedrigster Anteil junger Menschen in Tschechien und Lettland

Ihr Anteil hierzulande lag jedoch im Schnitt aller 27 EU-Staaten: Zum Jahresbeginn 2019 lag dieser laut EU-Statistikbehörde Eurostat bei 10,6 Prozent. Am höchsten war der Anteil dieser Altersgruppe in Zypern (12,8 Prozent), Dänemark und Irland (jeweils 12,6 Prozent). Am niedrigsten war er in Tschechien und Lettland (je 9,1 Prozent).

Der Internationale Tag der Jugend wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen erstmals im Jahr 1999 ausgerufen. Er soll die Rolle junger Menschen in der Gesellschaft in den Blick nehmen und daran erinnern, mit welchen Herausforderungen und Problemen sie weltweit konfrontiert sind.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 11. August 2020 um 14:15 Uhr.

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