Menschen gedenken der Opfer am Breitscheidplatz in Berlin | Bildquelle: REUTERS

Pläne des Opferbeauftragten Terroropfer sollen mehr Geld erhalten

Stand: 30.04.2018 09:08 Uhr

Nach dem Anschlag in Berlin warfen Hinterbliebene der Politik Untätigkeit vor. Nun soll es deutlich mehr finanzielle Unterstützung für Angehörige geben, kündigte der Opferbeauftragte der Regierung an.

In der Bundesregierung gibt es Pläne, Hinterbliebene von Terroropfern stärker zu unterstützen. Der neue Opferbeauftragte der Regierung, Edgar Franke, kündigte eine Verdreifachung der Soforthilfe auf bis zu 30.000 Euro an. Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016 habe gezeigt, "dass gerade hier viel verbessert werden muss", sagte er der "Rheinischen Post". Die bisherige Soforthilfe nannte er "viel zu wenig".

Edgar Franke | Bildquelle: dpa
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Der Opferbeauftragte Franke will eine "deutliche Erhöhung" der Soforthilfe für die Hinterbliebenen.

Bislang erhalten Angehörige, die ein Kind, einen Elternteil oder einen Ehegatten verloren haben, 10.000 Euro Soforthilfe. Diese soll auf 30.000 Euro erhöht werden. Wer einen Bruder oder eine Schwester verloren hat, bekommt bisher 5000 Euro. Künftig sollen es 15.000 Euro sein. Franke will sich auch dafür einsetzen, dass Touristen, die keine EU-Bürger sind, dieselben Zahlungen erhalten.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Franke folgt als Opferbeauftragter auf den früheren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck. Dieser war im März 2017 berufen worden, nachdem Opfer und Hinterbliebene des Berliner Anschlags der Bundesregierung Untätigkeit vorgeworfen hatten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. April 2018 um 11:00 Uhr.

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