Im Inneren eines Lifts | Bildquelle: picture-alliance

TÜV Rheinland Mehr als jeder sechste Aufzug hat Mängel

Stand: 28.05.2018 16:21 Uhr

Verschlissene Tragseile, kaputte Türen und Notrufanlagen - mehr als jeder sechste Aufzug in Deutschland weist laut einer TÜV-Untersuchung gravierende Mängel auf. Fast 2000 Fahrstühle wurden im vergangenen Jahr stillgelegt.

Zahlreiche Aufzüge in Deutschland haben gravierende Mängel. Von 544.000 überprüften Fahrstühlen im Land wiesen im vergangenen Jahr mehr als 80.000 erhebliche bis gefährliche Mängel auf, wie der TÜV Rheinland in Köln mitteilte. Dies war mehr als jeder sechste Lift.

Fast 2000 Fahrstühle stillgelegt

Nach eigenen Angaben legten die Prüfer des TÜV im vergangenen Jahr 1965 Aufzüge still. "Bei diesen Aufzügen war der technische Zustand so bedenklich, dass Gefahr für Leib und Leben gegeben war", sagte Thomas Pfaff, Geschäftsfeldleiter Deutschland beim TÜV Rheinland. 

Aufzug in einem Bahnhof | Bildquelle: imago/Frank Sorge
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Viele Aufzüge wiesen laut TÜV erhebliche Mängel auf.

Häufige Probleme älterer Aufzüge seien verschlissene Tragseile, nicht funktionierende Türverriegelungen oder Notrufanlagen. Dass Unfälle vermieden werden, ist laut TÜV Rheinland auf hohe Prüfstandards zurückzuführen. "Die gesetzlichen Vorgaben zu den Prüfinhalten sind in den letzten Jahren umfangreicher und anforderungsgerechter geworden", so Pfaff. Jeder Aufzug muss jährlich durch den TÜV geprüft werden.

Auf Plakette achten

Demnach wird vor allem bei älteren Aufzügen nach einem umfangreichen Katalog überprüft, ob sie von dem Stand der Technik abweichen und ob sich daraus Risiken im Betrieb des Aufzugs ergeben. Liegen diese vor, muss der Betreiber durch Umbau oder organisatorische Maßnahmen für Abhilfe sorgen.

Zu ihrer eigenen Sicherheit sollten Nutzer auf abgelaufene oder fehlende Plaketten achten. Seit 2015 gibt es für Aufzüge eine Plakettenpflicht: An jeder geprüften Anlage muss ein gut sichtbarer Hinweis mit der vergangenen und der nächsten fälligen Prüfung kleben.

Über dieses Thema berichtete Brisant am 4. Juni 2018 um 17:15 Uhr.

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