Ein umgefallener Baum liegt auf einer Straße in Hessen | Bildquelle: imago images / Patrick Scheiber

Gewitter über Deutschland Schäden und Verspätungen nach Unwetter

Stand: 19.08.2019 09:42 Uhr

Schwere Unwetter haben in mehrere Bundesländern große Schäden angerichtet. Bäume wurden entwurzelt und Dächer abgedeckt. Menschen wurden verletzt. Bahnfahrer müssen sich auf massive Verspätungen einstellen.

Nach heftigen Gewittern über Teilen von Mittel- und Süddeutschland müssen sich Bahnpendler auf Probleme einstellen, die teils bis Dienstagabend anhalten sollen. Im südhessischen Walldorf wurde ein Stellwerk vom Blitz getroffen. Auf der Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt wurde der Zugverkehr deshalb eingestellt. Dort sollen die Aufräum- und Reparaturarbeiten voraussichtlich bis zum Nachmittag beendet sein, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Pendler kämen auf einer parallel verlaufenden Strecke ans Ziel, müssten aber mehr Zeit einplanen, hieß es. Es kommt zu Verspätungen von 30 bis 90 Minuten. Wie hoch der Schaden ist, war zunächst nicht bekannt.

Auch die Strecke zwischen Aschaffenburg und Hanau ist nach Bahnangaben wegen Oberleitungsstörungen gesperrt. Der Fernverkehr zwischen Frankfurt/Main und Würzburg werde deshalb in beiden Richtungen über Fulda umgeleitet. Es komme zu Verspätungen von 60 bis 100 Minuten, sagte die Sprecherin. Die Sperrung werde voraussichtlich noch bis Dienstagabend dauern. Im Regionalverkehr der betroffenen Strecken sei ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden, es komme dennoch zu Verspätungen und Ausfällen.

Unwetter behindern Bahn- und Flugverkehr
tagesschau 12:00 Uhr, 19.08.2019, Alex Jakubowski, HR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Flugausfälle in Frankfurt am Main

Auch auf dem Frankfurter Flughafen machten sich die heftigen Gewitter bemerkbar. Um Personal und Reisende zu schützen, sei die Abfertigung auf dem Vorfeld vorübergehend eingestellt worden, sagte eine Sprecherin des Betreibers Fraport. Auch die Zahl der landenden Maschinen sei reduziert worden. Zunächst 26 Flüge seien bis Sonntagabend annulliert worden - größtenteils Inlandsflüge. Fünf Flüge wurden umgeleitet.

Besonders stark von Unwettern betroffen waren in Hessen die Region um Mörfelden und der Kreis Offenbach, wie die Polizei mitteilte. Dabei seien 17 Menschen leicht und vier Menschen schwer verletzt worden. Die Feuerwehr sprach in einer Mitteilung von einer "Schneise der Verwüstung" im Kreis Offenbach. Die Feuerwehren seien ab Sonntagabend zu mehr als 1000 Einsätzen gerufen worden.

Ein schweres Gewitter zieht über Langen in Südhessen. | Bildquelle: dpa
galerie

Ein schweres Gewitter zog auch über Langen in Südhessen.

Gewitter in Richtung Südosten abgezogen

Die Gewitter waren am Sonntagabend von der Pfalz und Südhessen in Richtung Südosten gezogen. Die Unwetter sollten bis ins nördliche Unterfranken und möglicherweise nach Thüringen ziehen. Auch am Montag sei im Süden und Südosten mit Gewittern und Starkregen zu rechnen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes.

Auch in Mainz richtete das Unwetter Schäden an. Besonders betroffen war der Stadtteil Ebersheim, wie die Feuerwehr mitteilte. Dort waren zwei Menschen unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt. Beide wurden leicht verletzt. Ein 34-Jähriger wurde bei Ginsheim-Gustavsburg östlich von Mainz in seinem Zelt von einem umgefallenen Baum getroffen, teilte die Polizei mit. Lebensgefahr bestehe nicht.

Ganz in der Nähe wirbelte der Wind ein Dach samt Gebälk durch die Luft. Die Ziegel trafen zwei Wohnhäuser und richteten erheblichen Sachschaden an. Auf dem Gelände eines Geflügelzucht-Vereins kippten Bäume um und zerstörten Käfige und Verschläge. Die Behörden zählten Dutzende Unwettereinsätze.

Keller unter Wasser in Aschaffenburg

In Bayern trafen Hagel und Sturm den Landkreis Aschaffenburg. Dächer wurden abgedeckt, Strommasten knickten um und Keller standen unter Wasser, wie die Feuerwehr mitteilte. Mehrere Gemeinden waren noch in den späteren Sonntagabendstunden ohne Strom. "Im Landkreis Aschaffenburg haben wir 96 Einsätze wegen des Sturms gezählt, das Dach der Polizeiinspektion Alzenau wurde abgedeckt", sagte ein Polizeisprecher. Die Aufräumarbeiten würden bis zum Vormittag dauern.

Bei Roth in der Region Nürnberg saßen 400 Reisende am Sonntagabend über Stunden in einem ICE fest, der auf dem Weg von Hamburg nach München war. Der Zug musste auf freier Strecke stoppen, weil umgestürzte Bäume die Oberleitung beschädigt hatten. Um Mitternacht brachten Retter alle Reisenden unverletzt in Sicherheit.

Die Autobahn 45 war bis nach Mitternacht voll gesperrt, weil Bäume auf der Straße lagen und Wasser die Autobahn teilweise überflutet hatte. Verletzt wurde nach einer ersten Bilanz niemand.

Auch in Brandenburg sorgte ein Unwetter für Schäden. In Klaistow deckte eine Windhose in kurzer Zeit zahlreiche Dächer ab und sorgte für großen Sachschaden.

In Sachsen musste auf der Bahnstrecke zwischen Leipzig und Dresden bei Meißen am Sonntagabend ein Regionalzug evakuiert werden. Der Zug war mit mehreren umgestürzten Bäumen und Ästen in der Oberleitung kollidiert.

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach kündigte auf seiner Internetseite für Dienstag im Süden zunehmenden Dauerregen bis nach Franken und ins Erzgebirge an.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. August 2019 um 08:00 Uhr.

Darstellung: