Tarifverhandlungen in Potsdam | Bildquelle: dpa

Öffentlicher Dienst Offenbar Einigung in Sicht

Stand: 25.10.2020 01:47 Uhr

Bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ist nach ARD-Informationen ein Durchbruch in Sicht. Die Spitzengruppe von Arbeitgebern und Gewerkschaften sollen einen Einigungsvorschlag vorgelegt haben.

Nach zwei Verhandlungstagen ohne greifbares Ergebnis sind bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst nach ARD-Informationen Fortschritte erzielt worden. Demnach erzielte die Spitzengruppe von Arbeitgebern und Gewerkschaften einen Einigungsvorschlag. Noch in der Nacht sollten die Gremien beider Seiten darüber beraten.

Wahrscheinlich gehen die Gespräche über den Kompromissvorschlag in den Bundestarifkommissionen von ver.di und des Beamtenbundes dbb sowie in der Mitgliederversammlung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) auch am Vormittag weiter. Ohne Zustimmung dieser Basis- und Kommunenvertreter würde der Vorschlag in vorgelegter Form scheitern. Für den Mittag ist eine Pressekonferenz geplant.

Weitere Streiks vom Tisch?

Es geht um das Einkommen von mehr als zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Käme es zu einem Durchbruch, wären neue Streiks etwa in Kliniken, Rathäusern oder Kitas vom Tisch. Zu den Konfliktpunkten, die bislang auf den Verhandlungstisch kamen, zählt die lineare Erhöhung der Einkommen.

Ver.di und der Beamtenbund fordern bis Ende 2021 4,8 Prozent, monatlich jedoch mindestens 150 Euro mehr Geld. Das ursprüngliche Arbeitgeberangebot sah in drei Jahresstufen bis März 2023 insgesamt 3,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 30 Euro mehr pro Monat vor. Die Arbeitgeber bezifferten die zusätzliche Belastung der öffentlichen Kassen durch ihr Angebot auf insgesamt 4,8 Milliarden Euro während einer dreijährigen Tariflaufzeit bis 2023.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Oktober 2020 um 03:32 Uhr.

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