Vertrocknete Blätter hängen an einem Baum | Bildquelle: dpa

Investition in die Zukunft Waldbesitzer bitten um Staatshilfen

Stand: 23.08.2018 10:06 Uhr

Nach den Landwirten bitten nun die Waldbesitzer um Hilfe: Um die Bäume für den Klimawandel fit zu machen, brauche es Staatshilfen. Es gebe kein "lohnenderes Investment". Bäume binden 14 Prozent der C02-Emissionen.

Angesichts des Dürresommers fordern die deutschen Waldbesitzer mehr öffentliche Unterstützung, um die Wälder an den Klimawandel anpassen zu können. Die Klimaveränderungen seien "die größte Bedrohung für unsere Wälder und damit die größte Herausforderung für die rund zwei Millionen Waldeigentümer in Deutschland", sagte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, Philipp zu Guttenberg, der "Frankfurter Rundschau".

Es gebe aufgrund der vielfältigen positiven Waldfunktionen für die gesamte Gesellschaft "wohl kein lohnenderes Investment, als die Wälder zukunftsfähig zu gestalten". Wald und Holzgebrauch seien der effektivste Hebel, um den CO2-Ausstoß zu mindern. "Dafür müssen wir aber auch noch in den nächsten Generationen unsere Wälder nachhaltig bewirtschaften können", sagte Guttenberg. Bäume entziehen der Atmosphäre beim Wachsen durch die Fotosynthese Kohlendioxid. Die Wälder binden laut Bericht hierzulande im Schnitt rund 14 Prozent der CO2-Emissionen.

Wald in Nordrhein-Westfalen | Bildquelle: dpa
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Angesichts des Dürresommers fordern die deutschen Waldbesitzer mehr öffentliche Unterstützung, um die Wälder an den Klimawandel anpassen zu können.

Schäden durch Stürme, Trockenheit und Insekten nehmen Guttenberg zufolge in Deutschland deutlich zu. "Um den Wald an diese Veränderungen anzupassen, benötigen die Waldbesitzer die Unterstützung der Gesellschaft", forderte Guttenberg. Der Umbau zu "klimafitten Wäldern" brauche eine lange Zeit und koste viel Geld.

Millionenhilfe für die Landwirte

Die Bundesregierung hatte am Mittwoch entschieden, nach einem der trockensten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen Landwirte mit Hilfen von bis zu 170 Millionen Euro vor dem wirtschaftlichen Aus zu bewahren. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner erklärte die Dürre zu einem Notstand von nationalen Ausmaß. Rund 10.000 Bauern seien existenziell bedroht.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. August 2018 um 12:30 Uhr.

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