Warnstreik der Lokführer

Warnstreik der Lokführer Stillstand im Berufsverkehr

Stand: 01.09.2014 23:53 Uhr

Ein Warnstreik bei der Bahn hat am Abend Zehntausende Berufspendler und Fernreisende getroffen. Besonders folgenreich seien die Arbeitsniederlegungen bei den S-Bahnen in Berlin, Hamburg, Hannover, Frankfurt, München und Stuttgart sowie in Nordrhein-Westfalen gewesen, teilte das Unternehmen mit. Im Fernverkehr waren nach Bahnangaben rund 50 Züge von den Streiks betroffen. Nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) standen 90 Prozent der Güter- und Personenzüge still oder hatten Verspätung. Der Warnstreik war zwar nur bis 21.00 Uhr angesetzt, aber die Folgen der Streikaktionen würden auch am Dienstag noch auf zahlreichen Strecken zu spüren sein, teilte die Bahn mit.

DB-Personalvorstand Ulrich Weber warf der GDL eine Täuschung vor. Anders als angekündigt sei nicht der Güterverkehr, sondern vor allem der Personenverkehr von den Arbeitsniederlegungen betroffen gewesen. "Die GDL hat Foul gespielt", sagte Weber.

GDL deutet neue Maßnahmen an

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte vor dem Warnstreik ein neues Tarifangebot der Bahn abgelehnt und ihre Mitglieder zu einem bundesweiten dreistündigen Warnstreik im Personen- und Güterverkehr aufgerufen. GDL-Sprecher Stefan Musiol sprach in Frankfurt von erheblichen Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Neben Lokführern waren auch Zugbegleiter und Lokrangierführer zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

GDL-Chef Claus Weselsky bereitete die Bahnfahrer auf weitere Behinderungen vor: "Wir gehen davon aus, dass wir eventuell noch ein, zwei Warnstreiks durchführen." Sollte die Bahn nicht einlenken, würde parallel über einen Dauerstreik abgestimmt.

GDL-Lokführer gehen in den Ausstand
tagesschau 20:00 Uhr, 01.09.2014, Hanno Christ, RBB

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