Ein Mitarbeiter in Schutzkleidung arbeitet auf dem Gelände der Salzgitter AG in der Stahlproduktion am Hochofen. | Bildquelle: dpa

Stahlindustrie IG Metall startet Warnstreiks

Stand: 04.02.2019 13:26 Uhr

Nach den gescheiterten Tarifverhandlungen hat die IG Metall zu Warnstreiks aufgerufen. Den Anfang haben am Montagvormittag rund 200 Stahlarbeiter von Thyssen-Krupp in Dortmund gemacht.

Rund 200 Stahlarbeiter haben am Montagmorgen (04.02.2019) vor dem Werkstor von Thyssen-Krupp in Dortmund gestreikt. Die Gewerkschaft IG Metall hatte dazu aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen am Freitag (01.02.2019) ergebnislos verlaufen sind. Nach nur 15 Minuten brachen IG Metall und Arbeitgeber die Verhandlungen ab. Dortmund soll nur der Auftakt für eine ganze Serie von Warnstreiks im Land werden.

Die IG Metall hat bereits angekündigt, bis zur nächsten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern, am 18. Februar 2019, an nahezu jedem Tag in einer anderen Stadt die Arbeit niederzulegen. Am Dienstag (05.02.2019) folgen Warnstreiks in drei Stahlbetrieben in Bochum.

Forderung: Mehr Lohn und Urlaubsgeld

Die Forderungen der IG Metall sind ambitioniert: Die Gewerkschaft streikt für sechs Prozent mehr Lohn und für 1.800 Euro mehr Urlaubsgeld im Jahr. Wahlweise sollen die Arbeiter der Eisen- und Stahlindustrie das Urlaubsgeld in Freizeit umwandeln können.

Die Arbeitnehmer hätten durch Verzicht dazu beigetragen, dass es der deutschen Stahlindustrie wieder besser gehe, argumentiert IG-Metall Verhandlungsführer Knut Giesler: "Jetzt, wo es gut läuft, sollen sie daran teilhaben." Die Umwandlung des Urlaubsgeldes in freie Tage bedeute eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 1,5 bis 2 Stunden, kritisieren die Arbeitgeber: "Das kann sich kein Betrieb der Stahlindustrie leisten."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Februar 2019 um 01:00 Uhr.

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