Thermometer vor blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein zeigt 38 Grad an | Bildquelle: dpa

Hitzewelle in Deutschland 40-Grad-Marke wackelt

Stand: 25.06.2019 01:49 Uhr

Der deutsche Juni-Hitzerekord ist mehr als 70 Jahre alt - diese Woche könnte er gebrochen werden. In den kommenden Tagen wird es immer heißer. Unwetter sind nicht in Sicht.

Deutschland erwartet wegen Hoch "Ulla" die heißeste Woche des bisherigen Jahres. Für Dienstag rechnen die Meteorologen mit 31 bis 36 Grad, entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse können es sogar 38 Grad werden.

Droht Deutschland ein "Hitze-Sommer"?
tagesschau 12:00 Uhr, 24.06.2019, Uli Meerkamm, HR

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Neuer Rekord am Mittwoch erwartet

Der Mittwoch wird demnach aller Voraussicht nach der bislang wärmste Tag des Jahres. "Mancherorts könnte sogar die 40-Grad-Marke geknackt werden", sagte Krüger. Heiß könnte es demnach vor allem im Süden und Westen werden - vom Saarland über das Rhein-Main-Gebiet und Nordbayern bis zum Niederrhein.

Die Juni-Bestmarke steht seit mehr als 70 Jahren bei 38,2 Grad - dieser Wert wurde 1947 in Frankfurt gemessen. Die Unwettergefahr ist laut Krüger hingegen bundesweit relativ gering - wegen der trockenen Luftmasse.

Auch die Nächte sind tropisch. In der Nacht zum Montag wurden vor allem in Nordrhein-Westfalen Temperaturen von über 20 Grad erreicht, wie Diplommeteorologe Lars Kirchhübel vom DWD sagte. In Köln beispielsweise stiegen die Nachttemperaturen auf 20,2 Grad Celsius, in Duisburg auf 21,2 Grad. In den kommenden Nächten sind demnach in den Ballungsräumen sogar 23 bis 25 Grad möglich.

Ein Mann trinkt Wasser aus einer Flasche. | Bildquelle: dpa
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Viel trinken - das ist bei diesen Temperaturen wichtig. Zweieinhalb bis drei Liter sollten es am Tag sein.

Viel trinken hilft - aber keine Limo

Für den Körper seien die Temperaturen in jedem Fall "eine Tortur", sagte Kirchhübel. Vor allem Älteren, Kindern und Menschen etwa mit Herzkreislauferkrankungen macht die Hitze zu schaffen. Experten empfehlen Menschen mit schwachen Venen, gerade an heißen Tagen Stützstrümpfe zu tragen, damit das Blut durch die Erweiterung der Gefäße nicht in die Beine sackt und so zusätzlich Kreislaufprobleme verursacht.

Generell sollten über den Tag verteilt etwa zweieinhalb bis drei Liter getrunken werden. Ideale Durstlöscher sind Mineralwasser, abgekühlte Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Sie enthalten in der Regel genügend Mineralien, um die ausgeschwitzten Salze wieder zu ersetzen. Zuckerreiche Limonaden verursachen hingegen noch mehr Durst. Eiskalte Getränke können Magenbeschwerden verursachen. Zudem muss der Körper mehr arbeiten, um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu erwärmen. Auf Alkohol sollte verzichtet werden. Er weitet die Gefäße, was das Herz noch mehr belastet.

Kein Sport ab mittags

Wer Sport treibt, sollte längere körperliche Anstrengungen möglichst nicht in die Mittags- und Nachmittagsstunden legen. Dann ist die Belastung am höchsten. Senioren, Kindern und Menschen mit Kreislaufproblemen ist vom Sport bei Hitze allerdings abzuraten.

Mit der starken Sonneneinstrahlung gehen auch höhere UV-Werte einher. Experten raten, die Haut vor ultravioletter Strahlung zu schützen, etwa mit langärmliger leichter Kleidung und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor.  

Brand in Brandenburg | Bildquelle: FILIP SINGER/EPA-EFE/REX
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In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr besonders hoch.

Waldbrandgefahr steigt

Wegen Hitze, Trockenheit und aufkommender Winde steigt die Waldbrandgefahr - vor allem in dem besonders gefährdeten Bundesland Brandenburg. "Die ersten Brände wurden schon gemeldet", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel. So sei in der Lieberoser Heide ein Brand ausgebrochen. Vor allem der Wind bereite Sorgen: Schon ein Funke reiche wegen der Trockenheit aus, um einen Brand zu entfachen.

Derzeit gilt nach Angaben des Landesumweltministeriums in den Landkreisen Potsdam Mittelmark, Barnim, Havelland und Spree-Neiße sowie Cottbus schon die höchste Waldbrandwarnstufe fünf. In den nächsten Tagen könnte landesweit Stufe fünf gelten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Juni 2019 um 12:00 Uhr.

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