Badegäste liegen am Starnberger See an einem Strand.  | Bildquelle: dpa

Studie zu Wohlstandsgefälle Wo das Geld wohnt

Stand: 24.04.2019 08:19 Uhr

Das Wohlstandsgefälle in Deutschland ist laut einer Studie groß: Besonders gering ist das durchschnittliche Einkommen in Gelsenkirchen - fast doppelt so viel Geld haben die Menschen im Kreis Starnberg zur Verfügung.

In Deutschland gibt es einer Studie zufolge nach wie vor ein riesiges Wohlstandsgefälle zwischen den Regionen. Im bundesweit wohlhabendsten Landkreis Starnberg bei München war das durchschnittlich verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der Privathaushalte zuletzt mit 34.987 Euro mehr als doppelt so hoch wie in Gelsenkirchen.

Die Stadt in Nordrhein-Westfalen bildete mit 16.203 Euro pro Kopf das Schlusslicht im Einkommens-Ranking. Das geht aus einer neuen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor.

Studie über Wohlstandsgefälle in Deutschland veröffentlicht
tagesschau 20:00 Uhr, 24.04.2019, Carsten Schabosky, WDR

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Ostdeutschland liegt zurück

Städte und Kreise mit besonders niedrigem Einkommen waren in Teilen des Ruhrgebiets, des Saarlands und Niedersachsens zu finden. Doch vor allem Ostdeutschland liege auch 30 Jahre nach der Wende weiterhin deutlich hinter dem restlichen Bundesgebiet, berichteten die Forscher. In nur 6 von 77 Kreisen im Osten und kreisfreien Städten überschritt das Einkommen pro Kopf die Marke von 20.000 Euro, während im Westen 284 von 324 Kreisen und Städten darüber lagen.

Schlusslichter im Einkommens-Ranking waren neben Gelsenkirchen Duisburg und Halle an der Saale, wo das Pro-Kopf-Einkommen bei weniger als 18.000 Euro lag.

Höchstes Einkommen im Kreis Starnberg

Über die höchsten Pro-Kopf-Einkommen verfügten demnach die privaten Haushalte im Landkreis Starnberg bei München, in der Stadt Heilbronn und im Hochtaunuskreis bei Frankfurt - mit jeweils deutlich mehr als 30.000 Euro.

Die reichste Großstadt war der Studie zufolge nach wie vor München mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 29.685 Euro. Mit deutlichem Abstand folgten Stuttgart (25.012 Euro), Düsseldorf (24.882 Euro) und Hamburg (24.421 Euro).

Gelsenkirchen ist Schlusslicht im bundesweiten Einkommens-Ranking der Hans-Böckler-Stiftung. | Bildquelle: dpa
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Gelsenkirchen ist Schlusslicht im bundesweiten Einkommens-Ranking der Hans-Böckler-Stiftung.

Passanten gehen bei Sonnenschein in der Innenstadt über den Marienplatz am Rathaus vorüber. | Bildquelle: dpa
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Marienplatz in München: Das Wohlstandsgefälle zwischen den Städten ist groß.

Deutlich schlechter schnitten Berlin (19.719 Euro), vor allem aber Leipzig (17.770 Euro) und Duisburg (16.881 Euro) ab. Insgesamt lagen die Einkommen in den 15 größten Städten nach Angaben der Forscher nach wie vor etwas über dem Bundesdurchschnitt.

Bei ihrer Auswertung stützten sich die Forscher auf die jüngsten Daten der Statistischen Ämter der Länder und des Bundes. Sie betreffen das Jahr 2016.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 24. April 2019 um 07:37 Uhr.

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