Rettungskräfte bringen einen Wanderer in Sicherheit | Bildquelle: AFP

Nach Erdbeben Mehr als 500 Vulkan-Wanderer gerettet

Stand: 31.07.2018 11:21 Uhr

Hunderte Wanderer hatten nach einem Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok auf einem aktiven Vulkan festgesessen, darunter auch mehrere Deutsche. Nun wurden fast alle in Sicherheit gebracht.

Auf der indonesischen Urlaubsinsel Lombok haben Rettungskräfte mehr als 500 Ausflügler in Sicherheit gebracht, die nach dem Erdbeben auf einem aktiven Vulkan festgesessen hatten. Mindestens 543 Wanderer wurden vom Vulkan Rinjani nach unten geleitet, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Darunter waren annähernd 200 Touristen aus dem Ausland, auch etwa zwei Dutzend Deutsche.

Die Rettungsarbeiten dauern weiterhin an. Nach Angaben der Behörden befanden sich noch etwa zehn Wanderer in dem schwer zugänglichen Gelände. Alle Ausländer, so hieß es, seien nun in Sicherheit.

Eine Person klettert über die eingestürzten Ruinen eines Hauses nach einem Erdbeben in Lombok. | Bildquelle: ANTARA FOTO
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Das Erdbeben ließ Häuser einstürzen, es gab mehr als 350 Verletzte.

Weg durch Erdrutsche versperrt

Durch das Beben am Sonntag waren tonnenweise Geröll und Schlamm an dem Vulkan niedergegangen. Die Erdrutsche versperrten den Wanderern den Weg nach unten. Der mehr als 3700 Meter hohe Rinjani ist ein beliebtes Ausflugsziel für Urlauber, viele Reiseveranstalter bieten Klettertouren an. Die bislang letzte größere Eruption dort war im September 2016.

Nach der jüngsten offiziellen Bilanz kamen bei dem Beben auf der Insel mindestens 16 Menschen ums Leben. Zudem gab es mehr als 350 Verletzte. Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder kommt es vor, dass dort die Erde bebt und Vulkane ausbrechen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 31. Juli 2018 um 06:45 Uhr.

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