Bildergalerie: Zehn Jahre "Arabischer Frühling": Aufstand gegen Mubarak

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Zehn Jahre "Arabischer Frühling": Aufstand gegen Mubarak

Demonstration in Kairo

Am 25. Januar 2011 gehen in Ägypten die Menschen für mehr Demokratie auf die Straße - Tausende ziehen zum Tahrir-Platz ("Platz der Befreiung") in Kairo. Vorbild für die Proteste ist Tunesien. Dort hatte sich im Dezember der Gemüsehändler Mohammed Bouazizi aus Verzweiflung über Behördenwillkür selbst verbrannt. Zwei Tage nach der Verzweiflungstat fordern Tausende auf einer Kundgebung Reformen und bilden den Keim zur tunesischen "Jasmin-Revolution". | Bildquelle: REUTERS

Demonstration in Kairo

Am 25. Januar 2011 gehen in Ägypten die Menschen für mehr Demokratie auf die Straße - Tausende ziehen zum Tahrir-Platz ("Platz der Befreiung") in Kairo. Vorbild für die Proteste ist Tunesien. Dort hatte sich im Dezember der Gemüsehändler Mohammed Bouazizi aus Verzweiflung über Behördenwillkür selbst verbrannt. Zwei Tage nach der Verzweiflungstat fordern Tausende auf einer Kundgebung Reformen und bilden den Keim zur tunesischen "Jasmin-Revolution".

Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo

Am Ende des Tages sind es mehrere Zehntausend Menschen, die sich auf dem Tahrir-Platz versammeln, um gegen Präsident Hosni Mubarak zu demonstrieren.

Demonstration in Kairo

Auch in anderen Städten protestieren die Menschen: Hier zerstören Demonstranten in Alexandria ein riesiges Mubarak-Porträt.

Demontsration in Kairo

Mit aller Härte versucht Ägyptens Führung in den darauffolgenden Tagen, die aufkeimenden Proteste gegen Korruption und soziale Ungerechtigkeit zu beenden. Protestierer werfen Steine und zünden Barrikaden an.

Protest

Auch auf der Halbinsel Sinai gehen die Menschen auf die Straße. Bei Sheik Suweid kommt es zu Schusswechseln zwischen mehreren Hundert Beduinen und der Polizei.

Demontsration in Kairo

Ägyptens Polizei geht gegen die Demonstranten oft mit brutaler Gewalt vor. Wer für seine Rechte demonstriert, muss mit harten Schlägen rechnen. Bei den Zusammenstößen werden zahlreiche Menschen verletzt oder kommen ums Leben.

Ärzte versorgen das verletzte Ohr eines Demonstranten

Demonstranten mit kleineren Verletzungen werden noch auf der Straße versorgt.

Ärzte versorgen verletzte Demonstranten

Die Versorgung der Verletzten übernehmen in Kairo häufig freiwillige Ärzte.

Ein Mann trägt einen Sack mit Steinen zum Tahrir-Platz in Kairo

Die Demonstranten reagieren auf die zunehmende Gewalt der Polizei und rüsten ihrerseits auf: Ein Mann trägt einen Sack mit Steinen zum Tahrir-Platz.

Tahrir-Platz mit Tausenden von Menschen

Anfang Februar sieht es danach aus, als würde Präsident Mubarak zurücktreten. Am 10. Februar finden sich Tausende Menschen auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo zusammen, um eine Rede Mubaraks zu verfolgen.

Rede von Präsident Mubarak

Doch dann kündigt Mubarak lediglich an, dass er einen Teil seiner Macht an Vizepräsident Suleiman abgibt und Verfassungsänderungen vornehmen will.

Protestler in Kairo

Die Reaktion vieler Menschen ist Wut und Verzweiflung. Sie fordern weiter Mubaraks Rücktritt.

Protestler in Kairo

Und sie geben nicht auf: Am 11. Februar versammeln sie sich wieder massenhaft in Kairo - nun kommen sie nicht nur auf dem Tahrir-Platz zusammen, sondern ziehen am Nil entlang in Richtung Präsidentenpalast.

Protestler in Kairo

Das Militär hält sich zurück. Zwar sind Soldaten und Panzer auf den Straßen, sie hindern die Demonstranten aber nicht daran, zum Parlament oder zum Präsidentenpalast zu gelangen.

Im Staatsfernsehen gibt der ägyptische Vizepräsident Suleiman den Rücktritt von Präsident Mubarak bekannt.

Am Nachmittag des 11. Februar dann die Überraschung: Vizepräsident Suleiman gibt den Rücktritt Mubaraks bekannt.

Jubel über den Rücktritt Mubaraks

In den Straßen Kairos ist der Jubel nach dieser Nachricht überschäumend.

Hosni Mubarak (Archivbild)

Hosni Mubarak setzt sich nach 30 Jahren im Präsidentenamt in den Badeort Scharm el Scheich ab, das Militär übernimmt die Macht. Der Ex-Herrscher landet in Untersuchungshaft.

Ex-Präsident Mubarak auf einem Krankenbett vor Gericht.

Am 3. August 2011 beginnt in Kairo ein Prozess gegen den Ex-Diktator wegen Amtsmissbrauchs und Korruption.

Dritte Runde der Parlamentswahl in Ägyten: Wählerinnen geben ihre Stimme ab.

Im November 2011 werden die Ägypter an die Urnen gerufen, um ein neues Parlament zu wählen.

Parlament in Kairo

Am 23. Januar 2012 tritt das neu gewählte Parlament zu seiner ersten Sitzung zusammen.

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