Bildergalerie: Vom "Mädchen" zur mächtigsten Frau der Welt - die Karriere der Angela Merkel

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Vom "Mädchen" zur mächtigsten Frau der Welt: Die Karriere der Angela Merkel

Merkel, de Maiziere, Genscher

Angela Merkel mit Lothar de Maizière (Mitte), Ministerpräsident und Außenminister der letzten DDR-Regierung, und dem Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (rechts) im August 1990. Merkel, die 1989 dem Demokratischen Aufbruch beitrat, war stellvertretende Sprecherin der Regierung de Maizière.

Merkel, de Maiziere, Genscher

Angela Merkel mit Lothar de Maizière (Mitte), Ministerpräsident und Außenminister der letzten DDR-Regierung, und dem Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (rechts) im August 1990. Merkel, die 1989 dem Demokratischen Aufbruch beitrat, war stellvertretende Sprecherin der Regierung de Maizière.

Angela Merkel bei der Wiedervereinigung zur Bundesministerin für Frauen und Jugend

Seit August 1990 ist Angela Merkel CDU-Mitglied. Im Dezember desselben Jahres zog sie als Direktkandidatin des Wahlkreises Stralsund, Nordvorpommern und Rügen in den Bundestag ein. Im ersten Kabinett nach der Wiedervereinigung wurde sie Bundesministerin für Frauen und Jugend.

Bundeskanzler Kohl und Angela Merkel

Bundeskanzler Kohl und Angela Merkel auf dem CDU-Bundesparteitag im Dezember 1991 in Dresden. "Das Mädchen", wie Kohl sie einmal nannte, wurde dort zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt.

Angela Merkel

Die promovierte Physikerin mit dem Spezialgebiet Quantenchemie wird im Jahr 1994 Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Das Foto zeigt sie bei ihrem ersten Besuch in Gorleben im März 1995.

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble

Nach der Abwahl der Regierung Kohl wird Merkel CDU-Generalsekretärin. In der Spendenaffäre leitet sie die Trennung von ihrem politischen Ziehvater Kohl ein und löst schließlich Parteichef Wolfgang Schäuble ab.

Angela Merkel

Innerparteilicher Triumph auf dem CDU-Parteitag am 10. April 2000 in Essen: Merkel wird mit einem Rekordergebnis von 97 Prozent zur Vorsitzenden gewählt. Inzwischen steht sie seit mehr als 15 Jahren an der Spitze der Partei und hat damit kürzlich Konrad Adenauer in Sachen Amtszeit an der CDU-Spitze überholt.

Ein hoch gehaltenes "Angie" Schild, daneben Angela Merkel im Jahr 2005

Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 ging Angela Merkel als Unions-Spitzenkandidatin in den Wahlkampf. In der heißen Phase wird aus Angela Merkel für ein paar Wochen "Angie".

Angela Merkel am Wahlabend

Wahlabend des 18. September 2005: Angela Merkel ist vom Ergebnis enttäuscht. Die Union wird zwar stärkste Kraft im Bundestag, der Vorsprung vor der SPD ist allerdings nur gering. Es reicht nicht für eine schwarz-gelbe Koalition. Stattdessen muss Merkel mit den Sozialdemokraten über die Bildung einer Großen Koalition verhandeln.

Kanzelramt

Bei der Kanzlerwahl am 22. November 2005 erhält Merkel 397 Stimmen und wird zur ersten Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Ein Austausch von Blumensträußen zwischen Altkanzler Schröder und der neuen Hausherrin im Kanzleramt und die Amtsübergabe ist vollzogen. Angela Merkel ist Regierungschefin der zweiten Großen Koalition der Bundesrepublik Deutschland.

Angela Merkel

Die Kanzlerin als Außenpolitikerin: Am 13. Juli 2006 kommt US-Präsident George W. Bush nach Deutschland. Angela Merkel lädt ihn zu einem Grillfest in ihren Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern ein.

Angela Merkel

In der ersten Hälfte des Jahrs übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) treffen sich Anfang Januar 2007 in Berlin.

Angela Merkel

Auch die G8-Präsidentschaft fällt 2007 an Deutschland. Im Ostseebad Heiligendamm empfängt Kanzlerin Merkel im Juni die Staats- und Regierungschefs der großen Industriestaaten zum Gipfel.

Angela Merkel in Masar-i-Scharif

Am 3. November stattet Kanzlerin Merkel den in Afghanistan stationierten Bundeswehrsoldaten einen Besuch ab. Es ist ihr erster Truppenbesuch bei der Isaf.

Peer Steinbrück

Die europäische Finanz- und Wirtschaftskrise beginnt: Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück verkünden im Oktober 2008 eine Garantie für private Spareinlagen.

Barack und Michelle Obama, Angela Merkel, Joachim Sauer

Angela Merkel und ihr Ehemann Joachim Sauer mit dem US-Präsidentenpaar in Baden-Baden. Anlass des Besuches ist der Nato-Gipfel am 3. und 4. April 2009, der in Baden-Baden, Kehl und Straßburg stattfindet.

Plakate MErkel Steinmeier

Bei der Bundestagswahl 2009 treten Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Steinmeier gegeneinander an. Die Union fährt mit 33,8 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 1949 ein und kann nur dank des guten Abschneidens der FDP weiterregieren.

Merkel, Westerwelle, Seehofer

Am 26. Oktober 2009 sind die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen: Angela Merkel, Guido Westerwelle und Horst Seehofer unterzeichnen den Vertrag der schwarz-gelben Koalition.

Merkel, Guttenberg, de Maiziere

In ihrer zweiten Amtszeit muss die Bundeskanzlerin fünf Mal das Kabinett umbilden. Verteidungsminister zu Guttenberg (CSU) muss wegen der Plagiierung seiner Doktorarbeit zurücktreten. Das Foto zeigt Merkel beim Zapfenstreich für zu Guttenberg am 10. März 2011 mit dessen Nachfolger de Maizière.

Merkel-Graffito

Außenpolitisch ist Merkels zweite Amtszeit durch die Euro- und Finanzkrise geprägt: In den südeuropäischen Krisenstaaten ist Kanzlerin Angela Merkel nicht sehr beliebt. Das Grafitto in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon zeigt sie als Puppenspielerin mit ihren Marionetten, die den portugiesischen Ministerpräsidenten Pedro Passos Coelho (links) und den Außenminister des Landes, Paulo Portes, darstellen.

Angela Merkel und der französische Präsident Francois Hollande

Nach dem holprigen Start bessert sich das Verhältnis zwischen der Bundeskanzlerin und dem französischen Präsidenten bald. 2012 wird die Europäische Union mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet - und Merkel und Hollande feierten das am 10. Dezember 2012 in Oslo gemeinsam.

Angela Merkel in der Parteizentrale vor einer blauen Wand mit CDU-Logos.

Wahlabend 22. September 2013: Angela Merkel geht erneut als Siegerin aus einer Bundestagswahl und tritt daraufhin ihre dritte Kanzlerschaft an. Dieses Mal wieder in einer Großen Koalition mit der SPD.

Merkel nach Skiunfall

Seit 2011 wird Merkel vom "Forbes"-Magazin jedes Jahr zur mächtigsten Frau der Welt gewählt. Das Jahr nach dem Wahlsieg beginnt jedoch mit einer Verletzung: Nach einem Skiunfall muss die Kanzlerin wochenlang an Krücken gehen.

Angela Merkel und François Hollande

Beim Terror-Anschlag auf das französische Satire-Magazin Charlie Hebdo werden am 7. Januar 2015 zwölf Menschen getötet. Merkel ist die ersten ausländische Staatschefin, die Hollande anruft.

Minsker Abkommen am 12. Februar 2015: Der russische Präsident Putin, Kanzlerin Merkel, der französische Präsident Hollande und der ukrainische Präsident Poroshenko

Ringen um einen Frieden in der Ukraine: Im Februar 2015 reisen Angela Merkel und François Hollande nach Kiew, Moskau und Washington, um einen Waffenstillstand zu erreichen. Am 11. Februar setzen sie sich mit dem russischen Präsidenten Putin (links) und seinem ukrainischen Amtskollegen Poroshenko an einen Tisch. Nach 16 Stunden Verhandlung kommt der Maßnahmenkatalog zur Umsetzung der Minsker Vereinbarung zustande, in dem die Schritte zum Waffenstillstand festgelegt werden.

Merkel und Putin am 10. Mai 2015 in Moskau

Anlässlich der Moskauer Feierlichkeiten am 70. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs verhält sie sich diplomatisch geschickt. Sie fährt nicht zum Siegestag mit der traditionellen Militärparade nach Moskau, sondern einen Tag später. Zusammen mit Präsident Putin legt sie am 10. Mai am Grab des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder.

G7-Gipfel in Elmau

Anfang Juni 2015 ist Merkel zum zweiten Mal in ihrer Kanzlerschaft Gastgeberin des G7-Gipfels, dieses Mal in Elmau in den bayerischen Alpen.

Merkel und Tsipras

Auch wenn der griechische Ministerpräsident Tsipras und Angela Merkel - wie hier bei EU-Gipfel in Brüssel am 25. Juni - freundlich miteinander umgehen ...

Graffiti an der Fassade der griechischen Zentralbank

... machen viele in Griechenland die deutsche Bundeskanzlerin für die desolate Situation ihres Landes verantwortlich - wie hier in einem Graffiti an der Fassade der griechischen Notenbank abzulesen.

Angela Merkel und Reem (Screenshot)

Einen dramatischen Wandel vollzog Angela Merkel während der europäischen Flüchtlingskrise. Im Juli reagierte sie bei einem Bürgerdialog in Rostock noch relativ kühl und formalistisch auf die weinende palästinensische Schülerin Reem.

Merkel Flüchtlingskrise

Dann wurde sie von der einen Seite kritisiert, dass sie noch keine Flüchtlingseinrichtungen besucht habe; und es dann, als sie es tat, von der anderen Seite ebenfalls Kritik erntete, unter anderem deshalb, weil sie sich auf Selfies fotografieren ließ.

Pressekonferenz Merkel

Dann kam die Pressekonferenz am 31. August 2015 - und der Satz: "Wir schaffen das." Es gebe keine Toleranz gegen diejenigen, die Würde anderer in Frage stellen. Wo es Probleme gebe, müssten die überwunden werden. Merkel machte die Flüchtlingskrise zur Chefsache.

Bayerns Ministerpräsident Seehofer und Kanzlerin Merkel auf dem CSU-Parteitag im November 2015.

Die Flüchtlingsfrage jedoch führte zu Konflikten mit der CSU. Auf dem CSU-Parteitag im November 2015 kanzelte der bayerische Ministerpräsident und Parteichef Seehofer die Bundeskanzlerin 15 Minuten lang ab, während sie daneben stand. Zum Parteitag 2016 wurde sie nicht eingeladen.

US-Präsident Obama und Kanzlerin Merkel

Zum Abschied kam der scheidende US-Präsident Barack Obama drei Tage nach Berlin. Er würdige Angela Merkel als eine herausragende, verlässliche und berechenbare Kanzlerin und als wunderbare Freundin. Zu einer Kanzlerkandidatur sagte er, wäre er Deutscher, würde er Merkel auf jeden Fall unterstützen.

Merkel in ihren 3 Amtszeiten

2005 bis 2016: Porträts von jedem Amtsjahr der Bundeskanzlerin seit 2005. Am 20. November gab Angela Merkel bekannt, dass sie noch eine weiteres Mal als Spitzenkandidatin der Union kandiditieren will.

Merkel auf dem CDU-Parteitag in Essen

Mit 89,5 Prozent wurde Angela auf dem CDU-Bundesparteitag am 7. Dezember 2016 zur Vorsitzenden gewählt. Es war ihr zweitschlechteste Ergebnis. Sie hatte sich aber bereits entschieden, ein viertes Mal als Kanzlerkandidatin anzutreten. "Als ich jetzt in diesen Wochen und Monaten so intensiv über meine Entscheidung zu einer vierten Kanzlerkandidatur nachgedacht habe, haben viele zu mir gesagt: 'Du musst, du musst, du musst antreten. (...) Wenn das aber so ist, dann ergänze ich - und zwar gerade in Zeiten wie diesen: Ihr müsst, ihr müsst mir helfen.", sagte sie in ihrer Rede in Essen.

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