Die Heilig-Geist Apotheke in Köln-Longerich | Bildquelle: picture alliance/dpa

Nach Glukose-Todesfällen in Köln Wohl Verwechslung in der Apotheke

Stand: 11.10.2019 17:35 Uhr

Drei Wochen nach dem Tod einer Frau und ihres Kindes durch eine Glukosesubstanz in Köln hat die Staatsanwaltschaft ihr Ermittlungsergebnis vorgelegt.

Im Fall der tödlichen Glukosemischung aus einer Kölner Apotheke hat es offenbar eine Verwechslung gegeben. Das ist das Ermittlungsergebnis, das die Kölner Staatsanwaltschaft am Freitagmittag (11.10.2019) vorgelegt hat. Vor drei Wochen waren in Köln eine schwangere Frau und ihr Kind nach der Einnahme einer Glukosesubstanz gestorben.

Das Gefäß in dem das Narkosemittel aufbewahrt wird, das in dem Glukosepräparat gefunden worden war, sei von Größe, Gestalt, Farbgebung und Herstellerbezeichnung mit dem Gefäß, in dem die Glukose aufbewahrt wurde, identisch. Bei dem Narkosemittel handelt es sich um das Präparat Lidocainhydrochlorid.

Das Verfahren richtet sich nun wegen fahrlässiger Tötung gegen zwei Mitarbeiter der Apotheke, wie es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft heißt. Die beiden streiten die Vorwürfe ab. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln weiter.

Apotheken dürfen wieder öffnen

Dennoch dürfen die drei Apotheken des Betreibers wieder öffnen. Die Herstellung eigener Arzneimittel bleibe aber weiterhin untersagt, wie das Gesundheitsministerium in Abstimmung mit der Stadt Köln am Freitag mitteilte. Die Apotheken dürfen so lange nichts selbst produzieren, bis Maßnahmen eingeführt seien, die eine solche Verunreinigung in Zukunft verhindern.

Vor drei Wochen (19.09.2019) war eine 28 Jahre alte Frau an multiplem Organversagen gestorben, nachdem sie eine Glukosesubstanz für einen Diabetes-Test eingenommen hatte. Ihr Kind, das per Notfallkaiserschnitt in der 25. Schwangerschaftswoche geholt wurde, starb ebenfalls.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. Oktober 2019 um 23:40 Uhr.

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