Polizisten vor dem Garzweiler Tagebau | Bildquelle: REUTERS

Nordrhein-Westfalen Rheinisches Revier: Fahrplan für den Strukturwandel

Stand: 24.10.2019 15:29 Uhr

Der NRW-Wirtschaftsminister hat einen Zeitplan für das Rheinische Braunkohle-Revier vorgestellt. Es soll zur Modellregion für ganz Deutschland werden.

Von Sabine Tenta

Bis zu 14,8 Milliarden Euro könnten als Strukturhilfe für NRW aus Bundesmitteln zur Verfügung stehen, wenn die entsprechenden Bundesgesetze, die den Kohlekompromiss fixieren, verabschiedet werden.

"Die Landesregierung hat ihre Hausaufgaben gemacht", sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Donnerstag (24.10.2019) in Düsseldorf und legte einen Fahrplan für den Strukturwandel vor.

Vier Zukunftsfelder

In diesen vier Bereichen soll exemplarisch gezeigt werden, wie sich eine Region entwickeln kann:

  1. Energie und Industrie
  2. Innovation und Bildung
  3. Agrobusiness und Ressourcen
  4. Raum und Infrastruktur

Dabei sollen beispielsweise Lösungen entwickelt werden für die Speicherung erneuerbarer Energien, für intelligente Stromnetze oder auch für ressourcenschonende geschlossene Kreisläufe in der Landwirtschaft.

Der Zeitplan

Die "Zukunftsagentur Rheinisches Revier" soll mit den Akteuren aus der Region ein Konzept für ein "Wirtschafts- und Strukturprogramm 1.0" entwickeln. Es soll auf einer Revierkonferenz am 13. Dezember vorgestellt werden.

Im ersten Halbjahr 2020 soll es eine breite Bürgerbeteiligung geben. Ende 2020 soll das Programm von der Zukunftsagentur beschlossen werden. In der Agentur sind Städte, Kreise, Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern und die IG BCE vertreten.

Reise ins Revier

Auf die Suche nach "wirtschaftlichem Wachstumspotenzial" macht sich Pinkwart am Donnerstag und Freitag im Rheinischen Revier. Er besucht drei Unternehmen aus den Bereichen Bioökonomie, Autozulieferung und Wasserstoff.

Quelle: wdr.de

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