Eine Strassenbahn der Linie 66 hält an der Haltestelle Adelheidistraße | Bildquelle: picture alliance/dpa

Nach Irrfahrt in Bonn Straßenbahnen werden nachgerüstet

Stand: 21.01.2020 18:51 Uhr

Nach der Irrfahrt kurz vor Weihnachten durch Bonn verfügt die Bezirksregierung Düsseldorf, dass die Sicherheitsfahrschaltung von Straßenbahnen in ganz Nordrhein-Westfalen geändert wird.

Nach der Irrfahrt kurz vor Weihnachten durch Bonn verfügt die Bezirksregierung Düsseldorf, dass die Sicherheitsfahrschaltung von Straßenbahnen in ganz Nordrhein-Westfalen geändert wird. Sollte der Fahrer wie in Bonn nicht mehr handlungsfähig sein, wird die Bahn automatisch nach 15 Sekunden abgebremst.

Sicherheitsfahrschaltung muss regelmäßig gelöst werden

Die künftige Sicherheitsfahrschaltung muss vom Fahrer immer wieder regelmäßig gelöst werden – so wie es bereits bei den Fernzügen der Deutschen Bahn üblich ist. Bisher musste sie in Straßenbahnen per sogenanntem Totmannschalter betätigt werden - permanent.

Dass ein Fahrer bewußtlos zusammensackt und deshalb dieser Schalter gedrückt bleibt – dieses Szenario ist laut Untersuchungsbehörde einzigartig. Da hatte sie bundesweit bei den Verkehrsbetreiben nachgefragt.

1.700 Fahrzeuge von Umrüstung betroffen

Allein in NRW sind 1700 Fahrzeuge von der verfügten Umrüstung betroffen. Es gilt eine Übergansfrist von zwei Jahren. Die Bezirksregierung Düsseldorf ist als Technische Aufsichtsbehörde für die Zulassung aller Straßenbahnen in NRW zuständig und sie hat die Aufsicht über ihren Betrieb.

Quelle: wdr.de

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