Die Moschee in der Venloer Straße/Köln-Ehrenfeld

Nordrhein-Westfalen Reker bleibt Moschee-Eröffnung fern

Stand: 26.09.2018 18:08 Uhr

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat ihre Teilnahme an der Eröffnung der Ditib-Moschee abgesagt. Sie zeigte sich enttäuscht über das Verhalten des Verbandes.

Die Stadt Köln wird nicht bei der Eröffnung der Ditib-Moschee vertreten sein. "Ich bedauere es sehr, dass die Gesamtumstände des Besuches des türkischen Präsidenten dazu geführt haben, dass ich den Entschluss fassen musste, der Eröffnung der Moschee fernzubleiben", teilte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Mittwoch (26.09.2018) mit.

Henriette Reker
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Henriette Reker

Reker macht Verband Vorwürfe

Reker begründete die Absage mit dem Verhalten der Türkisch-Islamischen Union Ditib, zu der die Moschee gehört. Sie sei vom Umgang mit der Stadt enttäuscht, erklärte Reker. Noch drei Tage vor der Eröffnung seien Ablauf und Rolle der Stadt "völlig ungeklärt" geblieben. Sie selbst habe dem Verband immer wieder die Türen geöffnet.

Die Ditib-Moschee soll am Samstag eröffnet werden, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will eine Rede halten. Reker hatte zuletzt erklärt, dass sie an der Zeremonie teilnehmen werde, sofern sie dort die Gelegenheit bekomme, eine Ansprache zu halten.

Hotline bis Samstag geschaltet

Derweil informieren sich viele Anwohner auf einer eingerichteten Hotline über Einschränkungen durch den Erdogan-Besuch. Neben dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten sind am gleichen Tag mehrere Demonstrationen angemeldet. Die Polizei geht davon aus, dass die Sicherheitsmaßnahmen sich erheblich auf das öffentliche Leben auswirken werden.

Noch vieles unklar

Noch immer ist unklar, welche Bereiche rund um die Ehrenfelder Moschee abgesperrt werden. Platz ist laut Polizei aber nur für maximal fünftausend Anhänger in dem Bereich rund um die Moschee.

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Quelle: wdr.de

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