Torschütze Jadon Sancho hat sich in der Bundesliga-Partie von Borussia Dortmund beim SC Paderborn den Protesten zum Tod des Afroamerikaners George Floyd angeschlossen. | Bildquelle: LARS BARON/POOL/EPA-EFE/Shutters

DFB verzichtet auf Verfahren Anti-Rassismus-Protest hat kein Nachspiel

Stand: 03.06.2020 15:15 Uhr

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird die Solidaritätsbekundungen von Jadon Sancho, Achraf Hakimi, Marcus Thuram und Weston McKennie nicht bestrafen.

"Diese Linie will das Gremium auch bei neuerlichen Anti-Rassismus-Aktionen anlässlich des gewaltsamen Todes George Floyds an den kommenden Spieltagen beibehalten", teilte der Verband am Mittwoch (03.06.20) mit.

"Ich begrüße den weitsichtigen Beschluss des DFB-Kontrollausschusses ausdrücklich und bin sehr froh darüber", sagte DFB-Präsident Fritz Keller in der Mitteilung. Der Verband trete entschieden gegen jede Form von Rassismus ein, weshalb "die Aktionen der Spieler unseren Respekt und unser Verständnis" besitzen, sagte Keller.

DFB-Regelwerk verbietet politische Botschaften

Am vergangenen Spieltag der Bundesliga hatten Schalkes McKennie, die Dortmunder Sancho und Hakimi, Gladbachs Thuram sowie Kölns Anthony Modeste mit verschiedenen Aktionen auf dem Platz ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt gesetzt.

Da dies laut DFB-Regelwerk eigentlich verboten ist, setzt sich der DFB-Kontrollausschuss mit dem Sachverhalt auseinander.

McKennie und andere Spieler veröffentlichen Video

Weston McKennie und zahlreiche andere Fußballer positionierten sich in sozialen Netzwerken in einem Video am Mittwochabend (03.06.2020) erneut. "Genug ist genug" sagten sie zu rassistischer Polizeigewalt in den USA.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Juni 2020 um 16:00 Uhr.

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