Torjubel Yuya Osako mit Ludwig Augustinsson und Kevin Moehwald, Bremen, davor Jann George, Regensburg | Bildquelle: imago images/Eibner

Viertelfinale im DFB-Pokal Bremen beendet Regensburger Pokaltraum

Stand: 07.04.2021 21:09 Uhr

Werder Bremen hat die Pokal-Sternstunden von Jahn Regensburg beendet und darf selbst weiter vom ersten Titel seit 2009 träumen.

Werder gewann das wegen Corona-Infektionen bei Regensburg verschobene Viertelfinale am Mittwoch (07.04.2021) glanzlos, aber verdient mit 1:0 (0:0). Die nächste Hürde ist jedoch ungleich höher: Am 30. April geht es für Werder im Halbfinale gegen RB Leipzig. "Wir haben es uns lange unnötig schwer gemacht", gab Bremen Kevin Möhwald im ARD-Hörfunk-Interview zu.

Für den sechsmaligen Pokalsieger aus Bremen traf Yuya Osako in der 52. Minute zum umjubelten Siegtor. Werder beendete damit auch seine Negativserie mit zuletzt drei Ligapleiten. Der Jahn, der sich im Achtelfinale gegen Erstligist Köln ebenso wie zuvor gegen die Drittligisten Kaiserslautern und Wehen Wiesbaden dramatisch im Elfmeterschießen durchgesetzt hatte, darf sich immerhin mit Einnahmen von rund zwei Millionen Euro trösten.

Bremen kontrolliert, aber harmlos

Werder, das zum 23. Mal das Halbfinale erreichte, begann wie von Trainer Florian Kohfeldt gefordert seriös. Die Gäste kontrollierten das Geschehen und agierten defensiv aufmerksam. Einziges Problem: In der Offensive fiel dem Erstligisten gegen die gut organisierte und kampfstarke Jahn-Abwehr zunächst wenig ein. Immer wieder lief sich Werder fest. Den Aktionen in die Spitze fehlte das Tempo und die letzte Entschlossenheit.

Der SSV lauerte auf Konter, konnte sich vor dem Wechsel aber auch nicht groß in Szene setzen. Klare Chancen in der ersten Hälfte deshalb: Fehlanzeige.

Turbulenter Start in Durchgang zwei

Dies änderte sich gleich nach dem Wechsel: Erst verfehlten Milot Rashica und Joshua Sargent knapp das Ziel, dann setzte Niklas Moisander einen Kopfball an den Pfosten des Jahn-Tores. Kurz darauf belohnte sich Werder, als Osako einen langen Pass von Marco Friedl ins Zentrum stark annahm und eiskalt verwertete.

In der Folge hatten die Norddeutschen die Partie lange im Griff, versäumten aber bei weiteren guten Möglichkeiten durch Osako und Kevin Möhwald die Entscheidung. Der Jahn kam gegen Ende noch einmal auf. Werder geriet unter Druck und hatte in der Schlussphase viel Glück, als Andreas Albers mit einem Kopfball für Regensburg nur den Pfosten traf. "Heute fehlte uns das letzte Quäntchen", meinte SSV-Torwart Alexander Meyer gegenüber dem ARD-Hörfunk. "Wir haben durch das Erreichen des Viertelfinals Historisches erreicht. Da sind wir mega stolz drauf."

Bremen kann seinen Halbfinal-Gegner direkt am Samstag (10.04.2021) schon einmal aus der Nähe begutachten. Dann ist RB Leipzig in der Bundesliga zu Gast im Weserstadion. Für Regensburg geht es in der 2. Liga ebenfalls am Samstag bei Holstein Kiel weiter.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 07. April 2021 um 21:30 Uhr.

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