Spieler von RB Leipzig jubeln. | Bildquelle: AFP

Viertelfinale im DFB-Pokal Leipzig darf weiter träumen

Stand: 03.03.2021 23:07 Uhr

RB Leipzig und Trainer Julian Nagelsmann dürfen weiter von ihrem ersten DFB-Pokalsieg träumen.

In einem intensiven Viertelfinale besiegten drangvolle Sachsen am Mittwoch (03.03.2021) den VfL Wolfsburg mit 2:0 (0:0) und knackten nach 818 Pflichtspielminuten ohne Gegentor das Abwehrbollwerk der "Wölfe". Leipzigs Titeljäger, die auch in der Liga im Meisterrennen voll dabei sind, können somit auf ihren zweiten Einzug in ein Pokalfinale nach 2019 hoffen. Stürmer Yussuf Poulsen (63.) und Hee-Chan Hwang (88.) trafen - jeweils nach Vorarbeit des eingewechselten Alexander Sörloth - für die Leipziger, die im Halbfinale am 1. oder 2. Mai um das Ticket für das Endspiel rund zwei Wochen später im Berliner Olympiastadion spielen.

"Sind verdient ausgeschieden"

"Es war ein harter Kampf, wir sind absolut glücklich. Wir stehen im Halbfinale und hoffen, dass die Reise noch weiter geht", sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff in der ARD: "Man hat gesehen, dass die Mannschaft diesen Sieg unbedingt wollte und alles in die Waagschale gelegt hat."

Nagelsmann analysierte: "Es war ein absolut verdienter Sieg, vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit. Auf dieser Welle versuchen wir jetzt natürlich in den nächsten Wochen weiterzureiten. Sörloth hat es heute super gemacht, ich hoffe, dass es auch bei ihm so weitergeht."

Wolfsburgs Maximilian Arnold meinte: "Es ist brutal, hier zu spielen. Wir haben in der zweiten Halbzeit ein bisschen den Faden verloren und sind letztendlich verdient ausgeschieden." VfL-Trainer Oliver Glasner gab zu: "Es war über 90 Minuten ein verdienter Sieg der Leipziger - auch wenn wir in der ersten Halbzeit das ein oder andere Tor hätten erzielen können. Wir haben aber alles in die Waagschale geworfen, kein Vorwurf an meine Spieler."

Weghorst schießt Elfmeter übers Tor

Für RB könnte es eine äußerst erfolgreiche Saison werden, denn auch in der Bundesliga läuft es für Nagelsmanns Team sehr gut. Im Kampf um die Schale liegt Leipzig nur zwei Punkte hinter Tabellenführer Bayern München. Die Wolfsburger, die schon in den vergangenen beiden Spielzeiten im Pokal an RB gescheitert waren, müssen dagegen weiter auf ihren zweiten Triumph im Pokalwettbewerb nach 2015 warten. VfL-Torjäger Wout Weghorst (26.) verschoss einen Foulelfmeter nach einem Ausrutscher kläglich.

Zudem kassierten die Niedersachsen erstmals seit dem 16. Januar beim 2:2 in der Bundesliga ebenfalls gegen RB einen Treffer. Leipzig bemühte sich zu Spielbeginn sofort um Kontrolle und beschäftigte Wolfsburg gut in der eigenen Hälfte. Früh musste VfL-Keeper Koen Casteels mit einer Weltklasse-Parade retten, als Leipzigs Dani Olmo den Ball gefühlvoll auf den zweiten Pfosten hob und Christopher Nkunku (12.) per Kopf aus kurzer Distanz am Schlussmann scheiterte.

Partie mit vielen Nickligkeiten

In einer nickligen Partie suchten nun auch die Gäste den Weg nach vorne. Nach einem Querschläger von Wolfsburgs Xaver Schlager tauchte Kevin Mbabu (23.) frei vor dem Tor auf, wurde von Nkunku rustikal geblockt und kam zu Fall. Der Schuss ging daneben, und Schiedsrichter Marco Fritz gab zunächst Abstoß, nach Ansicht der Videobilder entschied er jedoch auf Elfmeter. Weghorst trat an, rutschte aus und feuerte den Ball über die Latte.

Beide Mannschaften suchten nach ihren Möglichkeiten - und Leipzig traf sogar. Justin Kluiverts (32.) vermeintlicher Führungstreffer für RB wurde aber abgepfiffen, da Vorlagengeber Nkunku vorher im Abseits gestanden hatte. Danach wurde Wolfsburg immer gefährlicher. Erst hielt Leipzigs Torwart Peter Gulacsi einen Versuch von Schlager (38.) aus 20 Metern, kurz vor der Pause wehrte der ungarische Keeper in höchster Not im Eins-gegen-Eins gegen Renato Steffen (45.) ab.

Leipziger Drangphase nach der Pause

Nach der Pause drängte Leipzig auf die Führung. Erst parierte Casteels stark gegen Poulsen (52.), ehe Mbabu eine Minute später einen Schuss von Nkunku aus 13 Metern über das Tor lenkte. Kurz darauf zielte Poulsen genauer. Nach einem Pass des eingewechselten Sörloth ging der Däne durch die Wolfsburger Reihen hindurch, sein abgefälschter Flachschuss schlug ein.

Für die Leipziger geht es am Samstag (06.03.2021) in der Liga beim SC Freiburg weiter. Die Wolfsburger sind zeitgleich bei der TSG 1899 Hoffenheim gefordert.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 03. März 2021 um 22:40 Uhr.

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