Neymar (r.) im Zweikampf mit Leipzigs Ibrahima Konate | Bildquelle: AFP

Champions League Leipzig verliert gegen PSG

Stand: 24.11.2020 22:57 Uhr

Mit einem Sieg bei Paris St. Germain hätte RB Leipzig den Einzug ins Achtelfinale der Champions League schon fast perfekt machen können. Doch daraus wurde nichts.

RB Leipzig hat am Dienstagabend (24.11.2020) in der Champions League 0:1 (0:1) gegen Paris St. Germain verloren. Den einzigen Treffer des Abends erzielte Neymar, der in der 11. Spielminute einen Foulelfmeter verwandelte. In der Tabelle der Gruppe H ist PSG durch diesen Sieg Zweiter und damit an RB vorbeigezogen. Beide Mannschaften haben sechs Punkte, aber Leipzig das schlechtere Torverhältnis.

"Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft. Dann ist das natürlich sehr bitter, wenn man sich für so eine tolle Leistung beim Vorjahresfinalisten nicht belohnt", sagte Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff dem TV-Sender "Sky". "Man kriegt hier keine 50 Chancen geliefert. Die, die man hat, muss man auch reinmachen. Aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen." Leipzig muss in den beiden noch ausstehenden Gruppenspielen bei Basaksehir Istanbul (2. Dezember) und gegen Manchester United (8. Dezember) nun möglichst viele Punkte sammeln und auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

Neymar bestraft Leipzig

In Paris war Leipzig in der ersten Hälfte ein gleichwertiger Gegner - abgesehen von jener Szene, die zur frühen Führung für PSG führte. Einen Abstoß führte Peter Gulacsi kurz aus, wovon Dayot Upamecano womöglich überrascht war. Jedenfalls spielte der Franzose einen Fehlpass, Marcel Sabitzer brachte Angel di Maria zu Fall. Den fälligen Elfmeter verwandelte Neymar.

Forsberg verpasst zweimal knapp

Leipzig hatte mehr vom Spiel und auch öfter den Ball, die Statistiker hatten zur Pause 63 Prozent Ballbesitz notiert; Paris St. Germain beschränkte sich anschließend weitgehend auf die Verteidigung. Weil die gut stand und Leipzig zu selten Läufe in die Tiefe startete, erspielten sich die Gäste nur sehr wenige Chancen. Die beste vergab Emil Forsberg, als er eine Flanke von Dani Olmo aus elf Metern mit vollem Risiko nahm und das Tor nur knapp verfehlte (45.+1 Minute).

Unmittelbar nach Wiederanpfiff agierte Leipzig sehr viel druckvoller und kam nun auch zu Chancen. Nach einer Flanke von Nordi Mukiele schoss Forsberg aus der Drehung um Zentimeter rechts vorbei (50.). Keine sechzig Sekunden später verfehlte Sabitzer das Tor mit einem Flachschuss aus 16 Metern nur knapp.

Nagelsmanns Wechsel verpuffen

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann reagierte nun taktisch, brachte in Willi Orban einen dritten Innenverteidiger und stellte auf eine Dreierkette um. Justin Kluivert ersetzte Olmo und sollte für mehr Druck über die rechte Außenbahn sorgen. Für die letzten 15 Minuten kam in Alexander Sörloth zudem ein zweiter Stürmer.

Doch der Plan von Nagelsmann ging nicht auf. PSG verteidigte clever und überließ Leipzig die Kontrolle über das Spiel - nur fehlte es RB an Ideen, um daraus Kapital zu schlagen. Mehr als zwei harmlose Kopfbälle von Forsberg (66.) und Sörloth (76.) kam nicht heraus bei Leipzigs Offensivbemühungen.

Rafinha sorgt für einzigen Torschuss

Paris spielte Leipzigs Ideenlosigkeit in die Karten. Es lief schon die vierte Minute der Nachspielzeit, als der eingewechselte Rafinha vor Leipzigs Torhüter Gulasci auftauchte und diesen zu einer Parade zwang. Tatsächlich war dies der erste Torschuss von PSG aus dem Spiel heraus, und es sollte auch der letzte bleiben.

PSG ist nun am Sonntag (29.11.2020) wieder in der Ligue 1 gefordert, dann steht ein Heimspiel gegen Girondins Bordeaux an. Leipzig hat einen Tag weniger Pause und dann in der Bundesliga ein Heimspiel gegen Arminia Bielefeld.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. November 2020 um 11:00 Uhr.

Darstellung: