Karim Bellarabi jubelt mit seinen Mannschaftkollegen im DFB-Pokal Viertelfinale gegen Union Berlin | Bildquelle: imago images/Uwe Kraft

DFB-Pokal-Viertelfinale Leverkusen dreht Spiel gegen Union

Stand: 04.03.2020 20:24 Uhr

Gegen Union Berlin lief Bayer Leverkusen lange einem Rückstand hinterher, drehte die Partie dann aber mit drei Treffern in nicht einmal 20 Minuten. So darf Leverkusen weiter vom ersten DFB-Pokalsieg seit 27 Jahren träumen.

Leverkusen setzte sich im Viertelfinale am Mittwoch (04.03.2020) dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 3:1 (0:1) gegen Union Berlin durch. Damit steht Leverkusen zum zweiten Mal in den vergangenen drei Jahren im Halbfinale des DFB-Pokals. Marcus Ingvartsen (39. Minute) hatte Union in Führung gebracht, ehe die Leverkusener Karim Bellarabi (72.), Charles Aranguiz (86.) und Moussa Diaby (90.+1) die Partie drehten.

"Wir sind eine Runde weiter, wir sind im Halbfinale. Das ist für uns etwas Großes", sagte Leverkusens Bellarabi im Interview mit dem ARD-Hörfunk. Das Ziel, sagt Bellarabi, sei nun klar: "Ins Finale kommen."

Notfalleinsatz im Stadion

Auf der Tribüne hatte es nach einer Viertelstunde einen medizinischen Notfall gegeben. Ein Zuschauer musste von Sanitätern reanimiert werden. Die Zuschauer beider Mannschaften stellten daraufhin bis kurz vor dem Halbzeitpfiff ihre Gesänge ein. Der Gesundheitszustand der Person sei stabil, teilte Bayer schließlich kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit mit.

Ingvartsen trifft per Kopf

Fußballerisch hatte die erste Hälfte in Leverkusen nur wenige Aufreger zu bieten. Union Berlin stand gut gestaffelt und arbeitete konzentriert und sehr effektiv gegen den Ball. Leverkusen hatte deutlich mehr Ballbesitz, konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen.

Der einzige Treffer der ersten Hälfte fiel dann, nachdem Leverkusens Daley Sinkgraven im Aufbau einen Fehlpass gespielt und anschließend auch das Laufduell gegen Marius Bülter verloren hatte. Bei der Flanke von Bülter setzte sich Ingvartsen gegen Jonathan Tah durch und köpfte zum 1:0 ein.

Union setzt Nadelstiche

Nach dem Wechsel erhöhte Bayer etwas das Tempo, bis auf einen Alleingang des eingewechselten Moussa Diaby (47.) mangelte es aber weiter an Kreativität. Der letzte Pass kam kaum einmal an, Angreifer Lucas Alario hing völlig in der Luft. Die Gäste ließen sich zwar immer weiter in die eigene Hälfte drücken, setzten aber dennoch weiter Nadelstiche. Robert Andrich (64.) fehlten aus der Distanz nur Zentimeter.

Platzverweis Lenz, Ausgleich Bellarabi

Doch als Berlins Linksverteidiger Christopher Lenz nach einem Foulspiel gegen Charles Aranguiz mit Gelb-Rot vom Platz musste, kippte die Partie zugunsten von Leverkusen. "Der Knackpunkt war die Rote Karte", sagte Union Berlins Kapitän Christopher Trimmel im Interview mit dem ARD-Hörfunk. "So ist der Fußball: Wenn du gegen so eine gute Mannschaft mit einem Mann weniger spielst, wird es schwierig." Tatsächlich dauerte es nur wenige Sekunden, ehe Leverkusen der Ausgleich gelang: Kai Havertz setzte den eingewechselten Bellarabi in Szene, dessen Schuss zunächst den Innenpfosten touchierte und dann im Netz landete.

Diaby sorgt für die Entscheidung

Union Berlin schien sich nun in die Verlängerung retten zu wollen, doch die Leverkusener hatten etwas dagegen: Nach einer Ecke von Kerem Demirbay verschätzte sich Trimmel, so dass Aranguiz freistehend per Kopf zur Führung für Bayer traf. Es lief bereits die Nachspielzeit, als Leverkusen noch einmal konterte: Bellarabi legte quer zu Diaby, der freistehend vor Rafal Gikiewicz zum 3:1-Endstand vollendete.

Für beide Mannschaften geht es in der Bundesliga am Samstag (07.03.2020) weiter. Bayer Leverkusen hat dann ein Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt, zeitgleich ist Union Berlin beim SC Freiburg gefordert.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 04. März 2020 um 20:20 Uhr.

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