Skispringer Geiger Weltcup | Bildquelle: ANDREA SOLERO/EPA-EFE/REX

Skisprung-Weltcup in Val di Fiemme Geiger fliegt zum Gelben Trikot

Stand: 11.01.2020 17:45 Uhr

Karl Geiger darf sich das Gelbe Trikot überstreifen. Der Oberstdorfer stellte die Mitfavoriten in Val di Fiemme dank zweier starker Sprünge in den Schatten. Zudem gab es ein starkes Teamergebnis: Vier Deutsche kamen unter die besten acht. Martin Hamann verpasste als einziger DSV-Adler den zweiten Durchgang.

Karl Geiger (Oberstdorf) hat das Weltcup-Springen im italienischen Val di Fiemme gewonnen. Der 26-Jährige führte im Springen von der Normalschanze bereits nach dem ersten Durchgang (104,5 Meter). Im zweiten Durchgang behielt Geiger die Nerven und brachte den Vorsprung mit 103,5 Metern ins Ziel. Zweiter wurde Stefan Kraft (AUT), Dawid Kubacki (POL) belegte Rang drei. Der Sieger der Vierschanzentournee 2019/2020 hatte im ersten Durchgang starken Rückenwind, arbeitete sich aber von Rang acht noch auf das Podest.

Geiger: "Bin einfach glücklich über meine Sprünge"

Mit dem Sieg übernahm Geiger die Führung in der Gesamtwertung. "Ich bin echt stolz. Das ist genial. Ryoyu hatte Probleme - ich bin einfach nur glücklich über meine Sprünge", sagte der Bayer nach dem Wettkampf. Zuvor hatte Ryoyu Kobayashi (JPN) das Gelbe Trikot inne. Der Gesamtweltcupsieger der vergangenen Saison kam nach Sprüngen auf 94,5 und 99 Meter auf Platz 26.

Schmid, Leyhe und Paschke mit Topleistungen

Insgesamt sorgten die DSV-Adler für ein starkes Mannschaftsergebnis: Constantin Schmid (Oberaudorf) feierte als Fünfter sein bestes Resultat im Weltcup, Stephan Leyhe (Willingen) kam auf Rang sechs. Pius Paschke (Kiefersfelden) machte auf Platz acht ein DSV-Quartett in den Top Ten perfekt. Luca Roth (Meßstetten) beendete den Wettkampf auf Rang 28. Schmid hatte sich nach dem ersten Durchgang über seine 107 Meter gefreut: "Das war echt der Wahnsinn. Ich hatte guten Wind. Wir haben die Quali analysiert und ich bin locker runtergefahren. Ich war noch nie so weit."

Hamann und Roth für Freitag und Eisenbichler

Hamann und Roth waren für Richard Freitag (Aue) und Markus Eisenbichler (Siegsdorf) ins Team gekommen. Freitag, der wegen Formschwäche aus der Vierschanzentournee genommen wurde, ist noch nicht wieder ins Training eingestiegen. Eisenbichler muss wegen einer Handverletzung pausieren. Laut Bundestrainer Stefan Horngacher entscheidet sich am Montag, ob Eisenbichler operiert werden muss.

Springen am Sonntag

Am Sonntag um 16.30 Uhr gibt es noch ein zweites Springen. Das Erste überträgt live, auf sportschau.de gibt es den Wettkampf im Live-Ticker.

Thema in: Sportschau am 11.01., ab 9.00 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Januar 2020 um 18:00 Uhr.

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