Der Mainz Jean-Paul Boetius feiert seinen Torerfolg. | Bildquelle: AFP

Bundesliga Mainz schockt Hoffenheim

Stand: 24.11.2019 19:52 Uhr

Glänzender Einstand für Achim Beierlorzer: Der 1. FSV Mainz 05 hat unter dem neuen Trainer am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga überraschend hoch bei der TSG Hoffenheim gewonnen. Dabei spielten die Mainzer lange in Unterzahl.

Hoffenheim war auf dem Weg, einen neuen Vereinsrekord aufzustellen. Sechs Bundesligasiege hintereinander waren der Mannschaft aus dem Kraichgau noch nie gelungen. Dabei bleibt es zunächst auch. Am Sonntag (24.11.19) verlor die TSG mit 1:5 (0:1) gegen den Abstiegskandidaten aus Mainz, der sich in der Länderspielpause von Trainer Sandro Schwarz getrennt und Beierlorzer geholt hatte, der wiederum beim 1. FC Köln gehen musste.

Levin Öztunali schoss das erste Tor der Mainzer vor der Pause, kurz nach dem Wechsel sorgte Pavel Kaderabek mit einem kuriosen Eigentor für das 2:0 für die Gäste, die zu jenem Zeitpunkt schon in Unterzahl waren. Kunde sorgte nach einem Konter in der 63. Minute für die Entscheidung. Der TSG gelang nur der eine Treffer von Andrej Kramaric (83.), bevor Jean-Paul Boetius und Kunde in den letzten Minuten noch zwei Konter erfolgreich abschlossen.

Erste Chance für Locadia

In der zweiten Minute sah Beierlorzer, wie Robin Zentner seine Mannschaft vor einem frühen Rückstand bewahrte. Der Torwart stürzte sich Jürgen Locadia entgegen, der Jeremiah St. Juste zuvor den Ball abgenommen hatte.

Die Mainzer, in einer 3-5-2-Grundordnung angetreten, fingen sich nach dem Fehler aber schnell. Sie griffen früh an und kamen durch Boetius zu einer guten Chance. Der Niederländer zögerte ein bisschen zu lange mit dem Abschluss, der Ball rollte am Tor vorbei (10.).

Öztunali trifft flach ins Eck

Es entwickelte sich eine muntere Partie. Kunde kratzte einen Schuss von Sebastian Rudy von der Linie, nachdem die Hoffenheimer durch einen Konter schnell vor das Tor gekommen waren.

Deutlich schlechter spielten dann die Mainzer einen Angriff in Überzahl aus. Levin Öztunali setzte sich aber dank einer guten Bewegung noch gegen Robert Skov durch und schoss flach zur Führung in die linke Ecke (33.).

Übles Foul von Baku

Kurz vor der Pause schwächte Ridle Baku seine Mannschaft dann. Sein übles Foul an Rudy ahndete Bastian Dankert zunächst mit einer Gelben Karte. Auf Anraten des Videoassistenten sah sich der Schiedsrichter die Szene aber nochmal an und entschied zu Recht auf einen Platzverweis.

Torwart Zentner überragend

Mit der Einwechslung von Kramaric für den defensiven Kevin Akpoguma wollte Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder die Wende schaffen. Aber Kaderabek durchkreuzte diesen Plan. St. Juste setzte sich energisch auf der rechten Seite und flankte vor das Tor. Der Hoffenheimer Verteidiger wusste nicht genau, wie er den Ball klären sollte. Mit dem Fuß kam er nicht hin, mit dem Kopf schon, allerdings unfreiwillig. Der Ball landete im Tor der TSG.

Hoffenheim war davon geschockt, lief in einen Konter und kassierte das 0:3. Erst nach Kramarics Treffer lief es in der Offensive flüssig, aber der überragenden Mainzer Torwart Zentner sorgte dafür, dass Beierlorzer einen vom Ergebnis her klaren Sieg zum Einstand feiern durfte. Die beiden Kontertore waren eine willkommene Zugabe.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 24. November 2019 um 22:45 Uhr.

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