Studenten bei einer Vorlesung | Bildquelle: dpa

Rekord an deutschen Hochschulen So viele Studierende wie noch nie

Stand: 27.11.2018 11:29 Uhr

Fast drei Millionen Studierende sind an Deutschlands Hochschulen immatrikuliert - so viele wie nie zuvor. Hochschul-Hochburg bleibt NRW. Gesunkene Zahlen melden der Osten und ein westdeutsches Bundesland.

Nie zuvor waren so viele Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Aktuell sind mehr als 2,8 Millionen Studenten immatrikuliert. Das sind 22.600 mehr als im Vergleich zum Wintersemester 2017, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Nordrhein-Westfalen ist mit knapp 781.000 Studentinnen und Studenten weiterhin Deutschlands Hochschul-Hochburg. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete NRW einen Zuwachs von einem Prozent.

Mit 3,4 Prozent erreichten die Universitäten in Schleswig-Holstein das höchste prozentuale Plus. Insgesamt studieren dort etwa 64.000 Menschen. Auch in Berlin stieg die Zahl mit 1,5 Prozent auf knapp 191.000 Studierende überdurchschnittlich.

Geschlechterverhältnis nahezu ausgeglichen

Vor allem in den ostdeutschen Bundesländern ging die Zahl der Immatrikulierten hingegen zurück: Mit knapp zwei Prozent sank die Zahl in Mecklenburg-Vorpommern am stärksten - auf nun 38.500. In Thüringen sank die Zahl um 0,7 Prozent auf rund 49.500. Aber auch Bremen verzeichnete ein Minus von 0,3 Prozent auf nun 37.700 Studierende.

Das Geschlechterverhältnis der Studierenden ist nahezu ausgeglichen: Bundesweit gab es etwa 61.600 mehr männliche als weibliche Studierende. Neu für ein Studium entschieden sich zum Wintersemester bundesweit 508.800 Studenten. Das waren etwas weniger als im vergangenen Jahr.

Insgesamt sind den Angaben zufolge 62 Prozent der Studierenden an Universitäten immatrikuliert. An Fachhochschulen sind rund 35 Prozent eingeschrieben. 1,3 Prozent der Studierenden besuchen eine Kunsthochschule.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. November 2018 um 14:35 Uhr.

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