Peter Altmaier | Bildquelle: dpa

Altmaier zu Corona-Regeln "Können uns Flickenteppich nicht leisten"

Stand: 22.10.2020 15:36 Uhr

Erstmals mehr als 11.000 Neuinfektionen binnen eines Tages: Wirtschaftsminister Altmaier spricht von einer bedrückenden Lage - und ruft die Bundesländer zu mehr Einheitlichkeit auf. Zudem stellt er erneut einen "Unternehmerlohn" in Aussicht.

Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Neuinfektionen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Länder zu einer einheitlichen Linie aufgefordert. "Wir können uns in dieser angespannten, ja teilweise dramatischen Situation einen Flickenteppich unterschiedlicher und widersprüchlicher Regelungen nicht leisten", sagte der CDU-Politiker nach Beratungen mit Wirtschaftsverbänden.

Altmaier sprach von einer Zuspitzung der Pandemie-Lage, die "bedrückt und betroffen macht". Auch im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung müsse dafür gesorgt werden, die schnelle Dynamik der Ausbreitung der Infektionen wieder zu brechen.

Regierung hofft auf deutliches Wachstum 2021

Nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr hoffe die Bundesregierung, dass es im nächsten Jahr ein deutliches Wirtschaftswachstum gebe. Dies stehe aber unter dem Vorbehalt, dass ein flächendeckender neuer Lockdown verhindert werden könne und die wirtschaftliche Tätigkeit durch die Ausbreitung der Infektionen nicht völlig zum Erliegen komme.

Freiberuflern und Selbstständigen machte Altmaier erneut Hoffnung auf einen "Unternehmerlohn". Dazu müsse in der Koalition aber noch eine Einigung gefunden werden. Der Minister sagte zu, staatliche Hilfen zu verbessern und zu erhöhen. Dabei gehe es auch darum, wie Solo-Selbstständigen besser geholfen werden könne.

Altmaier kann sich Verlängerung der Überbrückungshilfen vorstellen
tagesschau 17:00 Uhr, 22.10.2020, Christian Feld, ARD Berlin

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Erstmals mehr als 11.000 Neuinfektionen

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen ist binnen eines Tages erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 11.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Morgen 11.287 Fälle innerhalb von 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

Am Donnerstag vergangener Woche waren mit 6638 Fällen erstmals mehr als im Frühjahr gemeldet worden. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühling vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Oktober 2020 um 16:00 Uhr.

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