Probleme bei Regional- und S-Bahn-Zügen Bahn verklagt Bombardier auf 160 Millionen Euro

Stand: 14.02.2013 11:15 Uhr

Wegen der Probleme mit Regional- und S-Bahn-Zügen hat die Deutsche Bahn Klage gegen den kanadischen Hersteller Bombardier eingereicht. Eine Bahnsprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung".

Demnach wurden vor dem Landgericht Berlin und vor dem Landgericht München Verfahren eingeleitet. Die Bahn wolle Schäden in Höhe von 160 Millionen Euro ersetzt haben, schreibt das Blatt.

Ein S-Bahn-Zug des Typs BR 422 vom Schienenfahrzeughersteller Bombardier
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Ein S-Bahn-Zug vom Hersteller Bombardier: Die Bahn hofft auf Schadensersatz von 160 Millionen Euro.

Sorgen beim "Regio Swinger"

Anlass für die Klage in Berlin sind offenbar mehr als 200 Regionalzüge, die auch als sogenannte Regio Swinger bekannt sind. Bei den Fahrzeugen traten immer wieder Probleme mit der Neigetechnik und den Achsen auf. Weil Verhandlungen mit Bombardier nicht erfolgreich verliefen, habe sich die Bahn offenbar gezwungen gesehen, Klage einzureichen.

Bei dem in München anhängigen Verfahren gehe es um S-Bahn- und Regionalzüge, bei denen immer wieder Probleme mit den Bremsen aufgetreten sind. Das Eisenbahn-Bundesamt hatte deshalb zeitweise die zulässige Höchstgeschwindigkeit gedrosselt und angeordnet, dass die Fahrzeuge deutlich häufiger gewartet werden müssen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Januar 2013 um 12:00 Uhr.

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